Öffentliche Generalprobe und anschließend heiße Getränke

Beim Krippenspiel in Wetterburg gibt's Schinken für den Heiland

Schinken für das Christkind: Anstelle von Gold, Weihrauch und Myrrhe schleppen die Heiligen Drei Könige im Krippenspiel der Gemeinde Wetterburg einen veritablen Serrano-Schi nken aus Spanien an. Foto: Armin Haß

 Bad Arolsen-Wetterburg – Da kann man nur „Frohes Fest!“ wünschen: Bei dem etwas anderen Krippenspiel geben die aufsässigen Herdmann-Kinder den Ton an. Doch was dem Anschein nach so respektlos daherkommt, schärft auf erfrischende Weise den Blick auf die Weihnachtsgeschichte.

Unter Regie der Kirchenvorsteherinnen Claudia Meier und Sandra Brühne lieferten Kindergottesdienstkinder und Konfirmanden eine lebhafte Geschichte über die Aufführung eines Krippenspiels.

Das geschieht im Stall zu Bethlehem

Dass eine arg lädierte Katze neben Ochs und Esel auch in jenem Stall umherstreicht, in der Jesus zur Welt kommt, die Kinder in abgerissenen Klamotten und schmutzig in die Kirche kommen, das hat die Autorin der Herdmann-Kinder-Geschichten sich sehr zur Freude der darstellenden Kinder ausgedacht. 

Und die Zuschauer staunten nicht schlecht, als die Heiligen Drei Könige statt Gold, Weihrauch und Myrrhe einen echten Serrrano-Schinken als Präsent für den Heiland herbeischleppen.

Starker Besuch

Mit ihren Bemerkungen treffen die Jüngsten in dem Krippenspiel den Nagel auf den Kopf: „Jesus im Futtertrog, das ist doch ein klarer Fall fürs Jugendamt!“, stellt ein Kind sehr zu Recht fest.

Vier Wochen Zeit hatten die jungen Darsteller mit ihren beiden Regisseurinnen für die Proben Zeit. Das Ergebnis konnte die Gemeinde am vierten Advent bei der öffentlichen Generalprobe erleben. Die Kirche war bis auf den letzte Platz besetzt, die erste derartige Generalprobe im vorigen Jahr hatte die Gemeinde ermuntert, in diesem Jahr wieder zur Vorstellung einzuladen, bevor es an Heiligabend endlich „ernst“ wird.

Die Gemeinde singt mit

Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil lobte den Einsatz der Aufführenden. Die Gemeindeglieder haben freilich auch ihren Teil am Gelingen und singen zwischen den verschiedenen Szenen Weihnachtslieder, am Akkordeon begleitet von Claudia Meier.

Kirchenvorsteherin Sandra Brühne betonte in ihrere Lesung nach dem Stück, dass die Menschen offen für die Botschaft der Weihnachtsgeschichte sein und weihnachtlich leben sollten Gerne nutzte die Gemeinde nach dem Spiel das Angebot von heißen Getränken und Bratwürstchen, um miteinander zu sprechen und sich gemeinsam auf das Fest einzustimmen.

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