Kandidatenliste und Programm

Freie Wähler bereiten sich in Mengeringhausen auf Wahlkampf im Landkreis vor

Spitzenkandidaten für die Kreistagswahl 2021 und junge Mitglieder der Freien Wähler Waldeck-Frankenberg in Mengeringhausen. Vorne Kreisvorsitzender Uwe Steuber.
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Spitzenkandidaten für die Kreistagswahl 2021 und junge Mitglieder der Freien Wähler Waldeck-Frankenberg in Mengeringhausen. Vorne Kreisvorsitzender Uwe Steuber.

Die Freie Wählergemeinschaft Waldeck-Frankenberg startet in den Kommunalkampf. In Mengeringhausen wurden die Kandidatenliste für den Kreistag und das Programm verabschiedet.

Arolsen-Mengeringhausen – Das Wort „kampfbereit“ vermied der Spitzenkandidat, Bürgermeister a. D. Uwe Steuber, bewusst. Motiviert und vorbereitet seien die Freien Wähler (FW), um sich gegen die Mitbewerber der Parteien mit ihren Themen zu profilieren.

„Wollen wieder mitregieren“

Bei der Kommunalwahl am 14. März 2021 wollen die FW mindestens 20,21 Prozent der Stimmen erreichen. 2016 errangen sie gut elf Prozent.

Andere Gemeindeverbände lägen in den kommunalen Gremien deutlich darüber. Es müsse gelingen, eine erneute große Koalition von SPD und CDU zu verhindern: „Wir wollen wieder in die Kreisregierung, da gehören wir hin“, stellte Steuber fest.

64 Kandidaten für Kreiswahl

Unter dem Motto „Willkommen Zuhause bei den Freien Wählern (FW) in ´Waldeck-Frankenberg“ wollen die FW mit ihren 64 Kandidaten in den Bereichen Finanzen, Kleinkinderbetreuung und Bildung, Infrastruktur, medizinische Versorgung, Umwelt, Land- und Forstwirtschaft, Grundwasserschutz und erneuerbare Energien, Verwaltung sowie Sozialpolitik punkten. Die Liste wurde in geheimer Wahl einstimmig von allen 39 Delegierten beschlossen

Steuber fordert, die Landratswahl im kommenden Jhr auf einen Termin mit der Bundestagswahl im Herbst zu legen, mehrere Urnengänge in Corona-Zeiten seien eine Belastung für die Wähler.

Gegen Bau eines neuen Kreishauses

Der Kreisvorsitzende rückte in seiner Begrüßung der Delegierten in der Stadthalle Mengeringhausen Forderungen nach einem Personalentwicklungskonzept auch im Hinblick auf die Digitalisierung der Dienstleistungen, mahnte weitere Informationen zur personellen Ausstellung der Lebensmittelkontrollen nach der Schließung der Wurstfabrik Wilke in Berndorf und der Einleitung von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen das insolvente Unternehmen an, positionierte sich eindeutig gegen den Bau eines neuen Kreishauses.

Das neue Gebäude solle bereits 2023 stehen, doch hätten die Kreistagsabgeordneten gerade 24 Seiten schriftliche Informationen ohne Prüfung von Alternativen bekommen. Zudem seien für Abteilungen des Landkreises zu hohen Mieten Liegenschaften angemietet worden.

Digitalisierung kommt nicht voran

Von den Parteien nahm Steuber die SPD in den Blickpunkt, die kürzlich ihren Wahlparteitag hatte. SPD-Spitzenkandidat Landrat Dr. Reinhard Kubat habe die Themen Klimawandel, drohenden Trinkwassermangel und Insektensterben in den Mittelpunkt gerückt - „dabei gibt es verdammt viele andere wichtige Themen für die Kreispolitik“, sagte Steuber. Die von Kubat erwähnten Themen wolle er nicht kleinreden, sie gehörten aber nicht vorrangig zur Kompetenz des Kreises.

Als Gast monierte Bürgermeister Jürgen van der Horst an, dass die Schulen im Landkreis bei der Digitalisierung „noch lange nicht gut aufgestellt sind.“ Vertreter der nordwaldeckischen Kommunen und Schulen drängten in Gesprächen mit dem Kreis als Schulträger, die bereitstehenden Mittel zu nutzen und die Möglichkeiten für digitalisierte Unterrichtsangebote auszubauen.

Erneute Schulschließung verhindern

„Es darf nicht wieder zu einem Zustand wie im Frühjahr kommen“, als die Schulen in der Corona-Pandemie geschlossen wurden und Fernunterricht improvisiert wurde.

Unter der Leitung des Korbachers Heinz Graf wurde die Kandidatenliste der Freien Wähler (FW) Waldeck-Frankenberg in Mengeringhausen von allen 39 Delegierten einstimmig beschlossen. Sechs Wochen vor der Zeit, so Kreisvorsitzender und Spitzenkandidat Uwe Steuber (Korbach).

Einstimmig gewählt

Auf den weiteren neun der 64 Plätze stehen Kira Hauser (Bad Wildungen), Heinfried Horsel (Battenberg), Udo Hoffmann (Bad Arolsen), Kai Schumacher (Korbach), Ralf Schmitt (Hatzfeld), Ute Moldenhauer (Volkmarsen)), Klaus Gier (Edertal) Friedrich Wilke (Willingen) und Dieter Büchsenschütz (Vöhl).

„Wir sprechen auch junge Leute an“, so Steuber und gab Mitglieder unter 40 Jahren die Gelegenheit, sich als neue Freie Wähler oder als Kandidaten vorzustellen. (Von Armin Haß)

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