Bürgersprechstunde des Bürgermeisters im Anschluss an Ortsbeiratssitzung

Bergstadt Landau mit neuem Ortsvorsteher: Schäfer folgt auf Hentrich

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Stabwechsel im Ortsbeirat von Landau: Tino Hentrich (rechts), tritt in die zweite Reihe zurück. Als Nachfolger führte Bürgermeister Jürgen van der Horst (von links), Ortsvorsteher Werner Schäfer und Stellvertreter Daniel Sorgatz in ihre Ämter ein.  

Bad Arolsen-Landau. Tino Hentrich hat sein Amt als Ortsvorsteher aus beruflichen Gründen niedergelegt. Hentrich versicherte, dass er auch weiterhin im Ortsbeirat und in der Stadtverordnetenversammlung mitarbeiten wolle.

Aus beruflichen Gründen aber sei er die meiste Zeit in Wiesbaden. Nach seinem eigenen Selbstverständnis könne er dann aber kein Ortsvorsteher sein und das Ohr an den Sorgen der Bürger haben: „Ein Ortsvorsteher muss mit offenen Augen durch den Ort gehen.“

Zum neuen Ortsvorsteher ernannte der Ortsbeirat in öffentlicher Sitzung den bisherigen Stellvertreter Werner Schäfer. Neuer stellvertretender Ortsvorsteher wurde Daniel Sorgatz. Bürgermeister Jürgen van der Horst stellte als Wahlleiter fest, dass Hentrich als Ortsvorsteher von Landau „ein absoluter Glücksfall für Landau“ gewesen sei. Er habe viele Themen bewegt und politisch vorangebracht.

Was steht auf der Wunschliste des Landauer Ortsbeirats?

Das bekräftigte auch sein Nachfolger und erinnerte daran, dass sich Hentrich bei der Wahl 2016 nur aufgrund des überwältigenden Wählervotums habe überreden lassen, die Aufgabe als Ortsvorsteher zu übernehmen. In zwölf Jahren habe er viel für die Bergstadt erreicht. Sein größtes Anliegen sei der Erhalt der Infrastruktur gewesen. Dabei sei er stets sachlich und mit Ruhe in die Diskussionen gegangen.

Weitere Themen im Ortsbeirat waren die Verwendung der restlichen Haushaltsmittel aus dem laufenden Jahr und die Planung für 2020. Aus den Restmitteln sollen E-Book-Lesegeräte für die Stadtbücherei und ein Bücherwagen angeschafft werden, außerdem eine Reckstange mit Fallschutz für den Kindergarten.

Für das kommende Haushaltsjahr wünscht sich der Ortsbeirat die Fortsetzung der Sanierungsplanung für das Rathaus mit angrenzendem Festsaal, die Sanierung des Freibads mit Mitteln aus dem Landesprogramm Swim sowie Verbesserungen am Sportplatz. Konkret geht es um einen neuen Zaun, moderne Duscharmaturen und den Neuanstrich des Sportlerheims.

Bürgermeister Jürgen van der Horst berichtete, dass der Magistrat sich dafür ausgesprochen habe, beide Freibäder in Landau und Mengeringhausen für das Swim-Programm anzumelden, obwohl das mit einer doppelten finanziellen Belastung für die Stadtkasse verbunden sei.

Bürgersprechstunde mit Bürgermeister Jürgen van der Horst

Zu Art und Umfang der Sanierung des Rathaussaal lägen inzwischen zwei Varianten vor, berichtete Bürgermeister Jürgen van der Horst im Rahmen seiner Bürgermeistersprechstunden im Landauer Rathaussaal. 

Grundsätzlich müsse entschieden werden, ob die Anbauten aus den 20er und 50er Jahren erhaltenswert seien, oder ob nicht ein kompletter Neubau neben dem historischen Rathaus möglich sei. Bei dieser Frage habe die Denkmalpflege ein gehöriges Wort mitzureden. je nach Variante könnten auf jeden Fall Baukosten von bis zu 3,5 Millionen Euro bei vergleichsweise geringen Zuschussaussichten entstehen.

Chancen des Dorfentwicklungsprogramms nutzen

 Immerhin gehört Landau nun zum Fördergebiet des Dorfentwicklungsprogramms. Private Bauherrn könnten mit Förderquoten von 35 prozent auf die jeweils förderfähigen Kosten rechnen. Dabei richte sich die Maximalförderung jeweils nach dem Alter und Denkmalwert der Gebäude. Die Erstberatung zu diesem Thema sei kostenlos bei dem von der Stadt bestimmten Architekturbüro möglich. 

Schließlich berichtete der Bürgermeister von der geplanten Erweiterung des Baugebiets am Sandland. Bevor dort aber sieben bis acht neue Baugrundstücke entstehen könnten, müsse ein Formfehler geheilt und der alte Bebauungsplan rechtskräftig gemacht werden.

 Ausführlich wurden schließlich die Folgen der drei schweren Unwetter besprochen, die im vergangenen Sommer über Landau niedergingen. Der Sportplatz wurde überflutet, Brücken über die Watter wurde weggespült. Außerdem lief ein Keller in einem Neubau an der Sandlandstraße voll Wasser, dass sich sturzbachartig aus der Wolfhager Straße ins Tal rauschte.

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