Klärendes Gespräch mit Architekt Bierbaum: Diemelstädter Magistrat vergibt Auftrag

Beste Lösung für Rhoder Schlossplatz

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Diemelstadt-Rhoden - Ein möglicher juristischer Streit über die Gestaltung des Schlossplatzes in Rhoden konnte durch ein Gespräch mit dem Architekten vermieden werden. Vieles sei nun klarer, stellte Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Behrens fest.

Architekt Klaus Bierbaum konnte die Vertreter des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung durch ein internes Gespräch vor der Parlamentssitzung davon überzeugen, dass sein Entwurf nicht nur aus Sicht der Jury, sondern auch für die Stadt die beste Lösung ist. Das jedenfalls bekräftigte er in der Parlamentssitzung: „Wir glauben, dass es der beste und günstigste Entwurf ist und die pflegeleichteste Lösung bietet“, bekräftigte Bierbaum.

Fragen geklärt

Vorausgegangen waren nach Auskunft von Bürgermeister Elmar Schröder einige Gespräche und Sitzungen, um den aufgestellten Fragenkatalog der Stadt abzuarbeiten und zu einem abgestimmten Konsens zu finden. Hierzu wurden am Nachmittag vor der Parlamentssitzung auch Rolf Kaufmann (Leitender Direktor der Domanialverwaltung) und Pfarrerin Claudia Engler von der evangelischen Kirchengemeinde als Projektbeteiligte gehört. Der Rathauschef ergänzte gestern gegenüber unserer Zeitung: „Der Siegerentwurf des Schlossplatzes wird realisiert. Die Auftragsvergabe an den Landschaftsarchitekten Bierbaum erfolgt in der nächsten Magistratssitzung.“

„Krone“ der Stadt

In der Stadtverordnetensitzung erläuterte Bierbaum öffentlich sein Konzept. Ziel sei es gewesen, eine Art Dorfwiese anzulegen und durch die Neugestaltung des ansteigenden Areals das Schloss als „Krone“ über der Stadt besser zur Geltung zu bringen.

Bierbaum räumte ein, dass die Interpretation der in einer Skizze dargestellten Perspektive schwierig sei. Er bekräftigte aber, dass die Schrägen kein Problem beim Begehen darstellten und das Gelände nicht so steil werde wie befürchtet. Aufgrund dieser Befürchtungen hatte der Magistrat zuvor erwogen, das Konzept zu verändern. Damit würde aber die in dem Architektenwettbewerb des vorigen Jahres für den ersten Preis garantierte Realisierung des Siegerkonzeptes unterlaufen und gegen das Urheberrecht verstoßen. Der Architekt bestand daher auf der Umsetzung nach seinen Vorstellungen.

Durch das Gespräch am Donnerstagnachmittag konnten die Unstimmigkeiten und offenen Fragen ausgeräumt werden.

Bierbaum erklärte im Parlament, dass eine wahrscheinlich schon früher bestehende Wiese auf dem Schlossplatz wiederhergestellt würde. Dazu solle die bestehende Mauer in der Mitte abgebrochen und das Gelände nivelliert werden. Die dann bestehende Böschungsneigung werde ein problemloses Begehen ermöglichen. Bierbaum plädierte für die Anlage eines Fußweges in Höhe des Pfarrhauses, der eventuell auch befahrbar sei.

Die Mauern am Burggraben und unterhalb des Schlosses sollten bestehen bleiben. Die untereMauer müsse allein wegen der Statik im Bereich des geplanten Parkplatzes am Burggraben bestehen bleiben und noch durch ein Geländer ergänzt werden, damit Autos eventuell abgefangen werden könnten.

Bäume entfernen

Um die Sicht auf das Schloss wieder freizubekommen, regte Bierbaum an, die geplante Wiese nur mit niedrigen Bäumen zu bepflanzen und die Bäume direkt neben dem Schloss zu entfernen.

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