Hygienekonzept geändert

Besuche im Helenenheim Bad Arolsen weiter möglich

Auch unter Corona-Schutzmaßnahmen soll es im Diako-Helenenheim Bad Arolsen so viel Normalität wie möglich für die Bewohner geben, dazu gehört auch eine eingeschränkte Besuchsmöglichkeit.
+
Auch unter Corona-Schutzmaßnahmen soll es im Diako-Helenenheim Bad Arolsen so viel Normalität wie möglich für die Bewohner geben, dazu gehört auch eine eingeschränkte Besuchsmöglichkeit.

Ein von Senioren und ihren Angehörigen befürchtetes komplettes Besuchsverbot wie in den ersten beiden Monaten der Corona-Pandemie gibt es derzeit im Diako-Helenenheim nicht.

Bad Arolsen – Aufgrund der stark angestiegenen Infektionszahlen und der verschärften Kontaktbeschränkungen hat die Diako Waldeck-Frankenberg in Bad Arolsen nach Auskunft der Geschäftsführer Pfarrer Oswald Beuthert und Stefan Kiefer ihr Hygienekonzept angepasst.

Kein generelles Verbot

Ein generelles Betretungsverbot in Altenheimen hatte das Land bis Ende September ausgesprochen, mit Ausnahme für Besuche aus beruflichen Gründen, für Seelsorger oder zur Begleitung Sterbender und bei Vorliegen eines Hygienekonzeptes.

Das hatte die Diako eingereicht und ab Mai wieder unter strengen Auflagen Besuche ermöglichen können: Dreimal in der Woche für jeweils eine halbe Stunde für jeden der rund 140 Bewohner im Helenenheim. Dafür stehen Besuchszimmer bereit.

Änderungen aktuell

Nur Bettlägrige dürfen in ihren Zimmern besucht werden. Das Konzept hatte überzeugt und ermöglicht die weitere Öffnung des Helenheims, wie Stefan Kiefer dazu berichtet. Es gibt nun kleine Änderungen: Besuche zu Hause oder Übernachtungen außerhalb der Einrichtung sollen nicht stattfinden, ansonsten dürften die Senioren erst nach einer einwöchigen Quarantäne und einem negativen Testergebnis auf eine Infektion zurückkehren in das Helenenheim.

Bisher ist die Einrichtung von Infektionen verschont geblieben. Das führt Pfarrer Beuthert auf das Hygienekonzept zurück, aber „auch auf den guten Segen auf unserem Haus.“

Getrennte Bereiche

Er räumt ein, dass Infektionen nicht vollständig verhindert werden könnten. Daher werde schon jetzt eine Abgrenzung der Etagen voneinander vorgenommen. Maskenpflicht und Schnelltests für Bewohner gehören dazu.

Das Angebot der von entsprechend ausgebildeten Pflegekräften ausgeführten PCR-Tests der Mitarbeitenden wird zu einem hohen Prozent angenommen, wie Kiefer berichtet.

Das kann jeder tun

„Wir appellieren an die Angehörigen, die körperlichen Kontakte möglichst einzuschränken“, sagt Beuthert. Besondere Verantwortung tragen auch die Pflegekräfte und weiteren Kollegen, die mit den Senioren täglich zu tun haben. Das bedeutet auch Einschränkungen im privaten Bereich.

Die alten Menschen hätten schon gelitten unter dem zunächst angeordneten strikten Besuchsverbot. Umso mehr sei die Hausleitung bemüht gewesen, möglichst viele Angebote zu erhalten.

So viel Leben wie möglich

Das reicht von den Andachten und Gottesdiensten bis hin zu Gymnastik und Gedächtnisübungen mit der Memoro-Box. Auch Singen ist in diesem Rahmen erlaubt und wird von den alten Menschen sehr geschätzt.

Als wohltuend hätten die Senioren die Besuche von Musikgruppen bei angenehmem Wetter draußen im Hof des Helenenheims empfunden. Die Schließung der Tagespflege konnte aufgehoben werden, wobei nur 60 Prozent der Plätze genutzt werden dürfen. Kleinere Ausflüge und die beliebten Rikschafahrten konnten bei milden Temperaturen ebenfalls angeboten werden.

Einschränkungen bei Seminaren

Die Häuser der Jugendhilfe sind seit August weitgehend offen. Jedoch müssten immer wieder Tests wegen Verdachtsfällen von Sars-Cov 2 vorgenommen werden, bestätigt hat sich bisher kein einziger Verdacht, wie Beuthert berichtet. Die Verwaltungsmitarbeiter sind auf zwei Bereiche verteilt.

An der Schule für Pflegekräfte läuft der Betrieb teils im Präsenzbetrieb, teils online mit Genehmigung des Regierungspräsidiums weiter, und die Leistungen der Absolventen hätten nicht darunter gelitten.

Weniger Präsenz

Normalerweise besuchen 130 Männer und Frauen Kurse und mehrjährige Ausbildungen, doch die Zahl musste reduziert werden. Das Seminarangebot in Verbindung mit Übernachtungen in Asel musste eingestellt werden. (Armin Haß)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare