Erhebliche Zugangsbeschränkungen wegen steigender Corona-Infektionen im Landkreis

Besuchsverbot gilt wieder im Krankenhaus Bad Arolsen

Außenansicht des Krankenhauses Bad Arolsen.
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Im Krankenhaus Bad Arolsen gilt ein Besuchsverbot wegen steigender Corona-Zahlen in Waldeck-Frankenberg.

Ein Besuchsverbot gilt ab 22. Oktober 2020 wieder im Krankenhaus Bad Arolsen. Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind Besuche nur in besonderen Ausnahmefällen erlaubt, etwa bei Schwerkranken oder aber bei Neugeborenen.

Bad Arolsen – Damit soll der bestmögliche Schutz für Patienten und Beschäftigte ermöglicht werden. In begründeten Einzelfällen sowie in Spezialbereichen sind in Abstimmung mit dem medizinischen und pflegerischen Personal Besuche möglich. Besucher werden nach Vorlage einer Besuchserlaubnis registriert. Patienten der Ambulanzen und Arztpraxen können passieren und dürfen eine Begleitperson mitbringen.

Im Frühjahr wurden im Krankenhaus separate Isolierbereiche geschaffen. „Insbesondere die Fieberambulanz mit separatem Eingang hat sich bewährt. Dort führen wir die Erstaufnahme fiebernder Patienten durch“, erklärt Chefarzt Walter Knüppel. Die Betreuung dieses Bereichs erfolgt durch speziell geschulte Pflegekräfte und Ärzte.

Zudem werden alle stationären Patienten und solche, bei denen eine ambulante Operation oder Behandlungen im oberen Atemwegsbereich anstehen, auf Covid 19 getestet.

Seit dem Frühjahr mussten vier Covid-19-Patienten stationär behandelt werden, derzeit ist kein Infizierter in der Klinik. Knüppel und Pflegedirektorin Kathy Mehler bekräftigen, dass die Patienten mit akuten Problemen das Krankenhaus aufsuchen sollten, dort seien sie vor einer Ansteckung sicher.

Knüppel berichtet, dass im Frühjahr die Anzahl bestimmter kardiologischer Untersuchungen mit Herzkatheter ebenso wie die von Krebsbehandlungen aber nicht aufgeschoben werden dürften. Er betont, dass die Klinik nach wie vor in der Akutversorgung bereitstehe. Schließlich wurden Investitionen im Haus getätigt, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Diese seien aber nicht in ausreichendem Maße gegenfinanziert worden, so Geschäftsführerin Anne Bülling, die Ausgleichszahlungen für das Freibleiben von Betten und den Ausfall von Eingriffen sind zum 30. September eingestellt worden und wurden bisher nicht wieder aufgenommen.

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