Museumsverein Bad Arolsen eröffnet zum Jubiläum Ausstellung

Blick für alte und moderne Kunst geöfnet

Bad Arolsen - Die enorme Vielfalt von Kunst und Fotografie präsentiert der Museumsverein Bad Arolsen in seiner Retrospektive zum 25-jährigen Bestehen im Residenzschloss.

Bad Arolsen. Der Titel „Hier geblieben“ ist im doppelten Sinne zu verstehen: Werke von Künstlern, die in Arolsen ausstellten, befinden sich im Besitz von Privatleuten in der Region, sind gewissermaßen geblieben. Zudem ist der Titel als freundliche Aufforderung zu sehen, sich intensiver mit den Bildern, Plastiken und Fotos zu befassen. Von Picasso bis Dürer, von William Hogarth bis Horst Janson, von Barbara Klemm bis Dana Gluckstein oder Dieter Schwerdtle reicht das Spektrum der bildhaften Exponate, die vielen hundert Besuchern im Gedächtnis geblieben sind. Der zwölf Meter hohe Blumenhund „Puppy“ von Jeff Koons vor dem Schloss hat eine Tournee rund um die Welt absolviert, und die Marmorskulpturen von Venske und Spänle sind geblieben - vor dem Rauch-Museum, das ebenfalls eine Folge der Bemühungen um eine Belebung der Museumslandschaft vor Ort ist. 200 Werke sind in der aktuellen Ausstellung (bis 8. September) versammelt, das sei die aufwändigste Ausstellung der letzten Jahre, verrät Museumsvereinsvorsitzender Udo Reuter im Hinblick auf die Auswahl der Kunstwerke und Plakate. Dabei hat der heute 200 Mitglieder zählende Verein zusammen mit der städtischen Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel schon manche hochkarätige und diffizile Kunstschau organisiert. Dank wohlmeinender Spender, in Kooperation mit Galerien und Künstlern und begleitet von vielen ehren- und hauptamtlichen Helfern gelingt diese Arolsens Ruf als Kulturstadt mehrende Arbeit. Dabei verfügt der Verein mietfrei über die von Domanialverwaltung und Fürstenhaus bereitgestellten Räumlichkeiten im Westflügel. Allein die Betriebskosten sind zu zahlen - die jedoch dürften angesichts der hohen Kosten für Versicherungen oder Transport einen kleinen Teil ausmachen. Auftakt der Ausstellungen war mit der Gildemeister-Ausstellung im Bathildisheim 1988, 1989 stellte der inzwiswchen verstporbene gebürtige Arolser Teja Piegeler im Bürgerhaus aus. Erst 1990 ging es in die fertig sanierten Räume des Schlosses - mit der Ausstellung „Noumenon“ von Ingeborg zu Schleswig-Holstein.Der Museumsverein kann für sich verbuchen, nicht nur - wie zunächst beabsichtigt - die vorhandenen Museumshäuser belebt zu haben, sondern auch den Blick auf die aktuelle Kunstszene geweitet zu haben. Ausstellungen und Exkursionen widmen sich gleichwohl Werken aus mehreren Jahrhunderten, wie auch die aktuelle Schau zeigt. (ah)

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