Schäden an Eindeckung

Böse Überraschung bei Reparaturarbeiten an der Stadtkirche Bad Arolsen

Der Turm der Stadtkirche Bad Arolsen wird repariert.
+
Der Turm der Stadtkirche Bad Arolsen wird repariert.

Die Sanierung des Kirchendaches in Bad Arolsen wird teurer als erwartet. Zunächst schien nur der Turm der Stadtkirche geringfügig reparaturbedürftig zu sein.

  • Die Schäden an der gesamten Schiefereindeckung der Stadtkirche Bad Arolsen erweisen sich als größer als bisher angenommen.
  • Ein Teil der Dacheindeckung und ein Balken müssen erneuert werden.
  • Auch im Inneren der Stadtkirche Bad Arolsen stehen Bauarbeiten an.

Bad Arolsen – Spektakuläre Aktionen an der Turmspitze der Stadtkirche Bad Arolsen: Mithilfe eines Steiggerätes des Dachdeckerbetriebs Kesting wurde die Renovierung im Gebälk ermöglicht.

Das ergibt die Befahrung der Stadtkirche Bad Arolsen

Bei der weiteren Befahrung gab es eine böse Überraschung: Die Schäden an der gesamten Schiefereindeckung der Kirche erweisen sich als größer als bisher angenommen, wie Pfarrer Gerhard Lueg gestern am zweiten Tag der Renovierungsarbeiten am Turm berichtete.

Er schätzt, dass die gesamte Kirche im Rahmen eines Zehn-Jahres-Programms neu mit Schieferschindeln eingedeckt werden müsse. Die Kosten dürften dann in einen sechsstelligen Bereich gehen.

Ursachen für Schäden an der Dacheindeckung

Zum jetzigen Stand zeige sich, dass immerhin der Dachstuhl so weit in Ordnung sei. Die Schieferplatten litten im Laufe der Zeit, Niederschläge und Stürme setzten ihnen zu.

In der Turmspitze müssen ein Teil der Dacheindeckung und ein Balken erneuert werden. Beim Begang des Turms von innen war in diesem Jahr nach einem Regenschauer aufgefallen, dass Feuchtigkeit ins Innere eingedrungen war.

Balken am Kirchturm beschädigt

Beim näheren Hinschauen zeigte sich, dass der Balken bereits angegriffen war von der Feuchtigkeit und ersetzt werden musste, wie Pfarrer Lueg auf Nachfrage der Waldeckischen Landeszeitung erklärte. Im Laufe der Renovierungsarbeiten in dieser Woche zeigte sich jedoch, dass die zunächst auf 5000 Euro geschätzte Summe gar nicht ausreichen werde.

Pfarrer Lueg äußerte sich überrascht über das sich offenbarende Ausmaß der Schäden. Denn bei einem jährlichen Begang des Gotteshaues werde auch das Dach regelmäßig kontrolliert. „Wir achten sehr darauf, dass das Dach in Ordnung ist“, sagt Lueg.

Schnell handeln, bevor sich Schäden ausbreiten

Man müsse sofort handeln, bevor sich Schäden bis ins Gebälk ausweiteten, die dann nur mit hohem Aufwand reapriert werden könnten.

Immerhin würden jährlich zwischen 5000 und 10 000 Euro für die Instandhaltung des Daches ausgegeben. Größere Ausnahmen wären aus den Rücklagen der Gemeinde nicht zu stemmen, betont der Pfarrer. Dabei helfe das freiwillige Kirchgeld der Gemeinde sehr.

Das ist noch geplant: Mehr Platz vor dem Altarraum

Im vergangenen Jahr musste die elektrische Anlage in der Stadtkirche erneuert werden. Die Dekra hatte als Prüforganisation auf den dringenden Reparaturbedarf hingewiesen.

Mehr Platz für Chorarbeit und Besucher in Rollstühlen soll in der Stadtkirche Bad Arolsen durch Wegnahme der ersten beiden Sitzreihen geschaffen werden. Unser Bild entstand bei einem Weihnachtskonzert der Christian-Rauch-Schule.

Als nächste größere Maßnahme ist nach den Worten von Pfarrer Lueg geplant, vor dem Altarraum Platz für die Chorarbeit und für Rollstuhlfahrer zu schaffen. Dazu sollen die beiden vorderen Bankreihen ausgebaut werden. Dafür müssen dann auch neue Platten verlegt werden.

Ein lange gehegter Wunsch ist das Verfugen der Außenwände. Ein weiteres aufwendiges Zukunftsprojekt ist der Abbau des alten Schornsteins. Der wird nach dem Anschluss der Stadtkirche an das Nahwärmenetz der Stadt Bad Arolsen nicht mehr benötigt. Und bevor Schieferplatten von dem Gebäudeteile bröckeln und Passante gefährden könnten, ist der Abbau zweckmäßig. (Von Armin Haß)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare