Bei der Kalkulation vergessenes Widerlager wurde nachfinanziert

Und die Brücke steht doch

Die neue Eisenbahnbrücke am Logistikzentrum verbindet demnächst die Logistikflächen mit der Landesstraße L 3080. Foto: Schulten

Volkmarsen - Die Bahnbrücke am Logistikzentrum vor den Toren der Kugelsburgstadt nimmt langsam Formen an. Gestern schwebten die sechs jeweils 20 Tonnen schweren, vorgefertigten Fahrbahnelemente ein.

Bis zum Herbst soll die komfortable Lkw-Anbindung von der Landesstraße L3080 an die beiden großen Logistikhallen fertiggestellt sein. Deshalb wird derzeit mit Hochdruck am neuen großen Verkehrskreisel gebaut. Von dort aus soll eine geschwungene Erschließungsstraße zum Logistikgelände schwenken. Über eine langgestreckte Straßenrampe fahren die Lastwagen künftig auf die Brücke, die das Eisenbahngleis zwischen Volkmarsen und Külte überspannt.

Die Brücke hat bereits für viel Spott und ein juristisches Verfahren gesorgt, weil das von der Bahn empfohlene Planungsbüro bei den Massenberechnungen für Beton und Baustahl das zweite Widerlager, die zweite Brückenmauer, vergessenhat.

Entsprechend niedrig wurden die Baukosten angesetzt. Zwischen dem ursprünglichen Ansatz von 625000 Euro und den tatsächlichen Baukosten von 785000 Euro klafft eine Differenz von 160000 Euro. Juristen müssen nun klären, wie groß der Schaden für die Stadt durch ein verzerrtes Ausschreibungsverfahren ist und ob das Ingenieurbüro den Schaden ausgleichen muss.

So oder so wird die Stadtkasse am Ende nicht mit den Kosten belastet, weil sämtliche Baukosten für Verkehrskreisel und Erschließungsstraße vom Investor der Logistikhallen als Erschließungskosten für die Grundstücke getragen werden.

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