Rendite in Aussicht und Beitrag zum Klimaschutz 

Bürger können Sonnenkraftwerk auf Bad Arolser Schule fördern

Pläne für PV-Anlage auf der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen. Volker Klös vom Verein Sonneninitiative(1. von links), Landrat Dr. Reinhard Kubat (4. von links), Schulleiter Markus Wagener (5. von links) und Initiator Werner Sostmann (1. von rechts) freuen sich mit Lehrern, Eltern und Schülern über die zukünftige Zusammenarbeit. Foto: crs

Bad Arolsen – An der Christian-Rauch-Schule in Bad-Arolsen soll Sonnenstrom produziert und möglichst für E-Mobile genutzt werden. Eine Informationsveranstaltung für potentielle Investoren und andere Interesierte findet am Mittwoch, 3. April, um 18 Uhr im kleinen Konferenzraum der CRS statt.

Mit dem Verein Sonneninitiative Marburg hat die CRS einen Partner gefunden, um eine große Photovoltaikanlage realisieren zu können. Dazu fehlt zurzeit ein Mietvertrag zwischen dem Schulgebäudeeigentümer, dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und dem Marburger Verein.

Mietvertrag fürs Schuldach fehlt

Landrat, Dr. Reinhard Kubat hat in Gesprächen mit der Schulleitung und dem Geschäftsführer des Vereins, Volker Klös, sein Einverständnis signalisiert. Auch er strebt nach Klärung aller technischen und wirtschaftlichen Fragen einen zeitnahen Baubeginn an. Die Photovoltaikanlage soll eine maximale Leistung von 250 Kilowatt erreichen können. 

An dem „Bürgersonnenkraftwerk“ können dann Bürger mit Bezug zur Schule und zur Stadt teilnehmen, wofür sie, neben einem guten Gewissen etwas für den Klimaschutz zu unternehmen, auch noch mit einer Rendite rechnen können.

Beitrag zum Klimaschutz

Insgesamt wird die PV-Anlage ne Jahresstromernte von ca. 220 000 kWh erreichen und dem Klima 200 Tonnen CO2 ersparen können. Neben Machbarkeitsstudien und Lastgängen wurden durch die Schüler auch Umfragen zur potenziellen Nutzung von Elektromobilität vorgenommen. 

Der Verein wird sich um Projektierung, Bau sowie den Betrieb des neuen Bürgersonnenkraftwerks kümmern. Außerdem soll ebenfalls Ladeinfrastruktur für Elektromobile geschaffen werden. Diese soll gemeinsam mit Autohäusern der Umgebung bei einer Veranstaltung beworben werden.

Das kostet das Kraftwerk

Die Investition wird mit 250 000 Euro beziffert. Mindestbeteiligungsvolumen: 1 kWp, entsprechend vier Modulen oder 1000 Euro. Verzinsung über 20 Jahre: drei bis vier Prozent bei konstanter Stromentwicklung. Teilnehmer am Bürgersonnenkraftwerk werden unternehmerisch tätig. Der Verein plant und baut die Anlage. Außerdem kümmert er sich um Betrieb, Wartung, Versicherung, Überwachung.  red

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