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Bürgermeisterwahl in Bad Arolsen: Team Lambion formuliert Leitlinien

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Von: Elmar Schulten

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Eine Gruppe von Männern und Frauen steht hinter einem Mann mit Bart. Wahlkampfbotschaft: Wir stehen hinter dem Kandidaten.
Klausurtagung des Unterstützerteams von Bürgermeisterkandidat Marko Lambion (Mitte) in Bad Arolsen. Zum Team Lambion gehören Vertreter von CDU, Freien Wählern, Grünen und FDP. © Elmar Schulten

Am 27. März ist Bürgermeisterwahl in Bad Arolsen. Mit Marko Lambion gibt es bisher einen Bewerber, die Frist endet am 17. Januar. Amtsinhaber Jürgen van der Horst ist seit dem 1. Januar 2022 Landrat von Waldeck-Frankenberg.

Bad Arolsen – Bei einer fünfstündigen Klausurtagung mit dem Bürgermeisterkandidaten Marko Lambion haben die Partei- und Fraktionsspitzen von Grünen, Freien Wählern und FDP und CDU ein gemeinsames Wahlprogramm für die sechsjährige Amtszeit des neuen Bürgermeisters ausgearbeitet. In Corona-Zeiten ist es wichtig festzuhalten: Alle an den Gesprächen beteiligte Personen waren mindestens zweimal geimpft, viele auch geboostert. Die Gespräche fanden in einem Raum mit Viren-Luftliter statt.

Das Wahlprogramm enthält Eckpunkte aller beteiligten Parteien und soll als Masterplan für die künftige Stadtentwicklung gelten. Vertreter der Offenen Liste waren auch zur Mitarbeit eingeladen, mussten aber an diesem Tag aus Termingründen passen. Mit der SPD-Führung will Bürgermeisterkandidat in den nächsten Tagen sprechen. Lambion: „Die Tür ist offen für alle, die mitarbeiten wollen an einer zukunftsorientierten, generationengerechten Stadt.“

Im Spannungsfeld von Ökonomie, Ökologie und sozialen Interessen

Der Lenkungsausschuss der ihn unterstützenden Parteien habe sich mit ihm darauf verständigt, dass sich die künftige Stadtpolitik in einem Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialem Interesse bewegen müsse, so Lambion.

Aus Sicht der Grünen erklärte Dr. Ulrich von Nathusius: „Herr Lambion ist CDU-Parteimitglied und möchte dennoch als parteiübergreifender Kandidat zur Wahl antreten. Deshalb ist nur folgerichtig, dass er sich hier mit uns über die Ziele der künftigen Kommunalpolitik abstimmt.“

Intensive inhaltliche Diskussionen

In drei intensiven Debattenstunden am Vormittag habe man aus vielen guten Ideen ein homogenes Bild der künftigen Stadt entworfen. Dabei habe auch der intensive Austausch von Positionspapieren im Vorfeld beigetragen. Für den Samstagnachmittag hatte man sich weitere inhaltliche Diskussionen vorgenommen.

Lambion: „Das heißt jetzt nicht, dass es künftig keine unterschiedlichen Meinungen im Stadtparlament mehr geben wird. Wir können uns auch künftig noch wie die Kesselflicker streiten. Aber dieses Programm wird ein unheimlich breites Fundament dafür sein, dass man sich nach dem Streit auch wieder vertragen kann.“

Zeitplan bei Bedarf anpassen

Man sei sich einig, dass die vielen, gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen van der Horst angeschobenen Projekte wie geplant umgesetzt werden sollen, auch wenn das angesichts explodierender Baukosten nicht immer einfach sein dürfte. Vielleicht müsse hier und da die Zeitschiene etwas angepasst werden, hieß es.

Neue Akzente wolle man setzen bei der Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen, bei der aktiven Beratung der Bürger zum Beispiel bei energetischen Projekten, bei der Flüchtlingsbetreuung und bei ökologischer Nachhaltigkeit.

Möglichst alle mitnehmen

Lambion: „Das Starkregenereignis am 13. und 14. Juli hat uns vor Augen geführt, wie sich die Natur Flächen zurückholt, die wir ihr genommen haben. Daraus müsse auch die Stadtpolitik die richtigen Lehren ziehen.“

Lambion betonte, dass er als Kandidat für alle Bürger der Stadt antreten wolle und deshalb auch offen und gesprächsbereit mit allen bleiben werde. Die formulierten Leitlinien für seine Kandidatur sollen eine breite Basis für die nächsten Jahre schaffen. Alle sollten sich mitgenommen fühlen. (Elmar Schulten)

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