Warum tritt in Bad Arolsen nur ein Kandidat an?

Bürgermeisterwahl: Noch große Pläne für Bad Arolsen

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Bürgermeister Jürgen van der Horst tritt am 1. Dezember 2019  als einziger Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Bad Arolsen an. Es wird seine zweite Wiederwahl.

Am 1. Dezember, dem ersten Adventssonntag, wird in Bad Arolsen gewählt. Bürgermeister Jürgen van der Horst stellt sich zum zweiten Mal zur Wiederwahl. Einen Gegenkandidaten hat er nicht. Die WLZ hat nachgefragt, warum.

Wer sich für ein öffentliches Amt berufen fühlt, tut gut daran, vor der Kandidatur zur Wahl erst einmal seine Chancen selbstkritisch abzufragen. Schließlich ist eine Kandidatur mit erheblichem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden.

Wer als Kandidat auf Nummer sicher gehen will, klopft daher vorher bei den im Stadtparlament vertretenen politischen Parteien nach und lotet die Chancen für eine Unterstützung im Wahlkampf aus. Schließlich steht am Ende niemand gerne als Verlierer da.

Die WLZ hat einmal nachfragt, ob die Fraktionen im Bad Arolser Stadtparlament die Kandidatur von Jürgen van der Horst unterstützen und was sie von dessen dritter Amtszeit erwarten.

Dazu Gerd Frese von der CDU-Fraktion:

1.) Die Fraktion der CDU begrüßt die erneute Kandidatur von Jürgen van der Horst, weil er vieles umgesetzt hat, wofür auch die Politik der Christdemokraten steht. Der Abbau der immensen Schulden, ohne auf Investitionen für die Zukunft zu verzichten, steht dafür ebenso wie der steuerliche Querverbund beim Arobella oder die Fortführung der interkommunalen Zusammenarbeit. Ein weiterer positiver Faktor ist auch die vertrauensvolle, gute persönliche Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister.

2.) Die CDU-Fraktion erwartet eine weiterhin wie gewohnt überparteiliche und engagierte Führung der Verwaltung, denn durch die Teilnahme an mehreren Förderprogrammen steht eine Reihe von Planungsentscheidungen und deren Umsetzung an. Bad Arolsen soll weiterhin Investoren in die Gewerbegebiete locken, mit einem guten Angebot an Bauland und Kindergartenplätzen für Familien attraktiv bleiben und bei der Tourismusförderung nicht nachlassen. Das ist die beste Garantie, auch bei nachlassender Konjunktur, die gesteckten Ziele zu verwirklichen.

Ulrich Fiedler von der SPD-Fraktion antwortet auf die WLZ-Fragen so:

1.) Auch bei seiner dritten Kandidatur unterstützt die SPD Jürgen van der Horst. „... den Fachmann wählen“ - mit diesem Slogan hat die SPD mit FWG und Grünen vor 12 Jahren Jürgen van der Horst unterstützt. Das war nicht zu viel versprochen. Der Bürgermeister steht für die Haushaltssanierung, erfolgreiche Stadtentwicklung auch durch hohe Fördermittel, genauso wie für professionelles und menschliches Handeln bei der Aufnahme von Flüchtlingen.

2.) Ein „Weiter so.“ im positiven Sinne. Begonnene Projekte erfolgreich beenden, Stadtentwicklung in Kernstadt und Stadtteilen weiterhin zukunftsorientiert gestalten, einen städtischen Beitrag zur Sicherung der ärtzlichen Versorgung leisten und das alles in einer Zeit, in der die Einnahmen der Stadt knapper werden. Eine weitere konstruktive Zusammenarbeit, auch im kritischen Dialog.

Aus Sicht der gemeinsamen Fraktion von Offener Liste und FWG antwortet Thorsten Reuter so:

1.) Die FWG/OL unterstützt die erneute Kandidatur von Jürgen van der Horst.

Die FWG war maßgeblich an seiner ersten Kandidatur beteiligt. Seinerzeit hatte der damalige Fraktionssprecher und jetziges Kreisausschussmitglied Udo Hoffman den Verwaltungsfachmann für die Stadt gewinnen können.

Diese Entscheidung hat sich positiv für die Stadt Bad Arolsen ausgewirkt. In seinen bisherigen Amtszeiten wurde eine moderne Verwaltung aufgebaut. Sinnvoll waren hier zum Beispiel das Personalkonzept und die kommunale Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, die durch ihn maßgeblich geprägt wurde. Die Finanzsituation der Stadt wurde durch seine Haushaltskonsolidierung wesentlich verbessert, ohne die Wohnqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu verschlechtern. Er hat Bad Arolsen wieder auf stabile Beine gestellt.

2.) Wir erwarten von ihm weitere innovative Projekte, die die Zukunftsperspektive der Stadt weiter positiv beeinflussen. Ein Beispiel sei hier die erfolgreiche Inbetriebnahme des Bioenergieparks. Auf diesem Weg wollen wir ihn konstruktiv, aber auch wenn nötig kritisch, begleiten.

Für die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen beantwortet Dr. Ulrich von Nathusius die WLZ-Fragen:

1.) Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen Bad Arolsen begrüßt und unterstützt die erneute Kandidatur von Herrn Jürgen van der Horst. Wir tun dies aufgrund seiner fachlichen und menschlichen Qualitäten, die Herr van der Horst in seiner bisherigen Amtszeit unter Beweis gestellt hat.

Durch seine hohe Verwaltungskompetenz hat er es verstanden, den Schuldenabbau erfolgreich voranzutreiben und dennoch zahlreiche wichtige Investitionen in der Stadtentwicklung zu tätigen, indem er in Zusammenarbeit mit Stadtparlament und Ortsbeiräten die kommunalen Förderprogramme von Land, Bund und EU optimal ausgenutzt hat.

Sein Führungsstil zeichnet sich durch große Transparenz gegenüber der Bürgerschaft und dem Parlament aus.

2.) Für die neue Amtszeit wünschen wir uns eine Stadtentwicklung, in der Klima- und Umweltschutzes bei allen verkehrs- und baupolitischen Entscheidungen noch stärker berücksichtigt werden. Zukünftig sollten öffentlicher Nahverkehr, das Fahrradfahren, ein Stopp der Flächenversiegelung und der Erhalt des Baumbestandes sowie der Vielfalt von Pflanzen und Tieren noch stärker betont werden.

Aus Sicht der FDP-Fraktion stellt Jürgen Säuberlich zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl fest:

1.) Die FDP begrüßt die Entscheidung des Bürgermeisters, sich erneut für dieses Amt zur Wahl zu stellen. Sei-ne Arbeit ist durchgängig gekennzeichnet von großem Sachverstand. Er interessiert sich für die Belange der Bürger und hat konsequent das Wohl der Stadt im Blick. Es gelingt ihm eine gute Balance zwischen Erhalten, Gestalten und Zukunftsorientierung zu finden.

2.) Wir erwarten weiterhin eine gute Zusammenarbeit, die offen ist für Diskussionen, kontroverse Standpunkte akzeptiert und vernünftige und konstruktive Lösungen der anstehenden Aufgaben findet. Wir wünschen uns, dass viele Arolser die Chance nutzen, durch den Gang zur Wahlurne ihr Interesse und ihre Verantwortung an der Zukunft ihrer Stadt bekunden.

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