Großes Fest im Freibad in Volksmarsen

Burgschwimmbad feiert 50. Geburtstag

Volkmarsen - Mit einem bunten Fest feierten die Stadt Volkmarsen und die DLRG am Samstag den 50. Geburtstag ihres Burgschwimmbads – und den 100. Geburtstag der DRLG. Große Unterstützung gab es dabei von heimischen Vereinen.

Klaus Kramer kennt das Burgschwimmbad in Volkmarsen in- und auswendig. Jeden Winkel hat er hier schon unter die Lupe genommen. Die Begeisterung für das Bad direkt unter der Kugelsburg aber hat der Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Volkmarsen-Ehringen nie verloren. „Das Burgschwimmbad ist etwas ganz Besonderes“, sagt er, „das ist unsere Idylle“. Und wie viele Menschen diese Einstellung teilen, das zeigte sich am Samstag. Da hatte die Stadt als Eigentümer und die DLRG, die hier den Wachdienst übernimmt, zum großen Geburtstagsfest ins Bad eingeladen. Viele Vereine hatten ihre Unterstützung zugesagt und sorgten bis in die Nacht für ein lebendiges und abwechslungsreiches Fest. So hatte der Tag an der Kugelsburg schon mit lauten Kanonenschüssen begonnen und weithin von dem besonderen Geburtstag erzählt. Denn die Kanonenschützen aus Volkmarsen haben sich samt Kanone auf den Weg auf den Berg gemacht, um das Fest zünftig zu eröffnen. Aufwendig saniert Später dann bildeten sich bei den Tauchern der DLRG Bad Arolsen lange Schlangen, denn viele junge Schwimmer wollten am Schnupperkurs der Taucher teilnehmen. Begeistert gingen sie mit Flossen und Flaschen schließlich auf Tauchstation, um freudestrahlend wieder an die Wasseroberfläche zu kommen. Für Stimmung am Beckenrand sorgten die Mitglieder des Kraftsportvereins, die bei flotten Melodien kräftig in die Pedalen traten. Viele kleine und auch größere Gäste konnten nicht widerstehen und tanzten gut gelaunt zu den Melodien, die die Sportler auf den Rädern anfeuerten. Auch der Musikexpress, die Gymnastikgruppe und das DJ-Team „Party on Tour“ hatten ihre ehrenamtliche Hilfe zugesagt. „Darüber freuen wir uns sehr“, bekundete Klaus Kramer. Und pünktlich zum goldenen Jubiläum nutzte er gemeinsam mit Andre Thiel von der Stadt die Gelegenheit, um zurückzublicken. „Früher war hier Wildnis“, erzählte Kramer, „nur ein schmaler Pfad führte auf den Berg“. Dann kam die Bundeswehr und bereitete mit Planierraupen die Terrassen für das Bad vor. 1963 eröffnete die Stadt das Burgschwimmbad in idyllischer Lage – mit einem einfachen, gekachelten Becken, einer Rutsche und Springbrettern am Beckenrand. „In den 90ern war das Bad in die Jahre gekommen“, erzählte Andre Thiel, „also haben wir es saniert“. Und es damit frühzeitig zu einer besonderen Perle mit Zukunft gemacht.Auf drei Ebenen will das Burgbad heute sowohl Schwimm- als auch Spaßbad sein. „Wir bieten hier nach wie vor Schwimmtraining an“, sagt Kramer, „aber es gibt auch viel Platz zum Spielen.“ Und dabei denkt er vor allem an die Hangrutsche. Die Stadt unterhält das Bad, die DLRG sorgt für den Wachdienst und viele Besucher aus der Region jedes Jahr wieder für das Fortbestehen. (resa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare