400 Zuschauer im voll besetzten Bürgerhaus

Cashbags in Bad Arolsen: Zeitlose Songs von Johnny Cash und ganz viel Gefühl

The Cashbags begeisterten mit ihrer Johnny Cash Show im Bürgerhaus. Als Johnny Cash glänzte der gebürtige US-Amerikaner Robert Tyson, als June Carter Cash die aus Coburg stammende Sängerin Valeska Kunath.  
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The Cashbags begeisterten mit ihrer Johnny Cash Show im Bürgerhaus. Als Johnny Cash glänzte der gebürtige US-Amerikaner Robert Tyson, als June Carter Cash die aus Coburg stammende Sängerin Valeska Kunath.  

Eine Hommage an Johnny Cash, den charismatischen Country- und Westernsänger, war das Konzert der Cashbags am Donnerstagabend im Bürgerhaus. Eine 

Ein Blick in das rund 400-köpfige Publikum im Saal zeigte, dass der „Man in Black“ immer noch viele Fans hat, die seine legendären Hits textsicher mitsingen können.

Die meisten von ihnen sind mit dem für Cash in den 50er und 60er Jahren typischen „Boom-Chicka-Boom“-Sound groß geworden, der so schön das Geratter von Zügen in den Weiten der USA nachahmt. Und so hatten auch die Zuhörer im Bürgerhaus den Eindruck, als würde der Orange Blossom Special einen Halt in Arolsen einlegen.

Und wer die Augen schloss, der konnte tatsächlich glauben, er säße in der „Grand Ole Opry“ in Nashville und die Zeit sei zurückgedreht. Robert Tyson verkörperte nicht nur nur im Auftreten den legendären Johnny Cash, sondern kam auch dem besonderen Timbre seiner Stimme sehr nahe.

Beinah perfekt wurde die Illusion durch die aus Coburg stammende Sängerin Valeska Kunath, die als June Carter Cash im schlichten Pettycoat-Kleid nicht nur schauspielerisch, sondern vor allem mit ihrer tollen Stimme überzeugte.

Zur Cash-Show gehörte, dass sich die beiden ähnlich vertraut die musikalischen Bälle auf der Bühne zuspielten wie einst June und Johnny zu ihren besten Zeiten. Dazu passend die Ansagen auf Englisch. („My wife and I ...“ - Meine Frau und ich ...)

Und schließlich die Begleitband, die in ihren taillierten Anzügen und den strengen Frisuren an die Tennessee Three erinnerte, aber vor allem musikalisch eine Menge zu bieten hatte.

Das Bühnenbild spartanisch wie auf den historischen Fotos: Gitarrenkoffer wie zufällig abgelegt, Marschall-Verstärker wie aus den 6Oern und dazu zwei Jute-Säcke mit Dollarzeichen. Das waren die Cashbags, die Geldsäcke, nach denen sich die Johnny-Cash Tribute-Band benannt hat.

Am Wichtigsten natürlich die Musik: Kein Cash-Fan wurde enttäuscht. Von „Jackson“ bis „Ring of Fire“ war alles dabei. Auch die American Recordings, mit denen sich Cash in den 90er Jahren quasi noch einmal neu erfand, kamen zu ihrem Recht: Mit „Hurt“ und „The Man Comes Around“ war dies tatsächlich eine Hommage an einen großen Songwriter. Applaus für eine tolle Show, die wirklich keinen Wunsch offen ließ.

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