Coronavirus im Landkreis Waldeck-Frankenberg

Hygiene in Corona-Zeiten im Supermarkt - Kunden dürfen nur noch einzeln einkaufen

+
Hygiene in Corona-Zeiten in Supermärkten in Waldeck-Frankenberg

Wie regeln  in der Corona-Krise die Lebensmittelmärkte in Bad Arolsen (Waldeck-Frankenberg) den Zugang? Kunden dürfen den Markt nur noch einzeln betreten.

Bad Arolsen – Mit Schleusen, desinfizierten Handstangen an den Einkaufswagen, Zugangsbeschränkungen und freundlichen Hinweisen leistet der Herkules-Lebensmittelmarkt in Bad Arolsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg seinen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus. In den verschiedenen Lebensmittelmärkten in der ehemaligen Residenzstadt wird das Einkaufen unter verschärften Hygienebedingungen unterschiedlich reguliert. 

Corona in Waldeck-Frankenberg: Das wird gefordert

Überall prangt aber am Eingang der Hinweis, auf Abstand von mindestens eineinhalb Metern zu achten, einzeln und nicht in der Gruppe einzutreten oder möglichst kontaktlos mit Karte zu bezahlen. Auch eine Ballung in Gruppen zwischen den Regalen ist unerwünscht.

Die Edeka-Zentrale hat sich dafür entschieden, etwa vor dem Herkules-Markt Bad Arolsen eine Schleuse zu dem Supermarkt anzulegen, jedem Kunden einen am Handgriff vorher desinfizierten Einkaufswagen zu geben und dabei die Kunden zu zählen.

Corona in Waldeck-Frankenberg: Höchstzahl von Kunden

Ziel ist es, die Anzahl der Käufer im Markt auf maximal 150 zu begrenzen, somit halten sich auf 100 Quadratmetern im Schnitt höchstens fünf Kunden auf, rechnet Marktleiter Sebastian Cygon vor. Das heißt auch, dass pro Wagen nur ein Kunde Zutritt bekommen sollte. Kleine Kinder dürfen in großen Wagen auf den dafür vorgesehen Klappen sitzen.

Die Handgriffe werden desinfiziert, die Einkaufswagen einzeln den Kunden übergeben: Hygiene in Zeiten der Corona-Krise im Herkules-Markt Bad Arolsen.

Kinder sollten nach Möglichkeit nicht zusätzlich mit durch den Markt gehen. Grund: Die Nies- und Hust-Etikette sei bei Kindern schwer einzuhalten, sagt Cygon.

Corona in Waldeck-Frankenberg: Möglichst ohne Kinder

So werden Erwachsene mit Kindern am Eingang gleich gebeten, bitte allein den Markt zu betreten. „Das ist eine schwierige Situation für die Kunden, die ihre Kinder nicht allein daheim lassen wollen und sie lieber zum Einkaufen mitnehmen“, räumt Cygon ein, der selbst erst kürzlich Vater geworden ist.

Die allermeisten Bürger zeigten Verständnis für die allgemeinen Einschränkungen, es gebe nur wenige, die sich daneben benähmen. Eher bedankten sich die Menschen für den erhöhten Aufwand, der zu ihrer Sicherheit gedacht sei.

Corona in Waldeck-Frankenberg: So danken Kunden

Die Kunden würden sich in E-Mails oder per Telefon bedanken oder den Beschäftigten bei Herkules zum Dank Süßigkeiten schenken.

Security sei auch im Einsatz, doch setze Herkules bei den Einlasskontrollen eher auf die den Kunden bekannten Mitarbeiter. Dazu zählen nun auch die Beschäftigten aus dem Sport-Treff oder vom Technik-Partner, beide gehören zu Herkules. Diese Geschäfte sind wegen der Corona-Beschränkungen geschlossen worden.

Corona in Waldeck-Frankenberg: Auch mit Mundschutz?

Im Markt selbst seien im Frischebereich bei Käse- und Wursttheke noch stärkere Hygienemaßnahmen ergriffen worden. Ebenso würden - wie in anderen Geschäften - Plexiglasscheiben im Kassenbereich aufgestellt, die Geräte für das Kartenzahlen werden ebenso desinfiziert. Zudem stehen Einmal-Stäbchen bereit, mit denen Kunden die Nummern eintippen könnten.

Anweisungen und Hygienemaßnahmen beim Herkulesmarkt Bad Arolsen zur Eindämmung des Coronavirus.

Den Beschäftigten selbst bleibe es freigestellt, ob sie einen Mundschutz oder eine Atemschutzmaske oder Handschuhe tragen wollten.

Corona in Waldeck-Frankenberg: Mittel zur Desinfektion

Überlegungen, in Lebensmittelgeschäften etwa das Tragen von Mundschutz vorschreiben zu wollen, bewertet Cygon zurückhaltend. Bei Herkules sei das momentan nicht geplant. Es stelle sich schließlich auch die Frage, wo und wie viele geeignete Masken es gebe.

Bei der Versorgung mit den für das Reinigen der Handläufe an den Einkaufswagen eingesetzten Desinfektionsmittel gebe es noch keinen Engpass. Das seien aus speziellen Quellen und im gewerblichen Bereich eingesetzte Stoffe. Die Versorgungslage sei noch gut.

Corona in Waldeck-Frankenberg: So reagieren Mitarbeiter

Bei den Mitarbeitern selbst sei eine positive Stimmung: „Sie leisten Großes“, sagt Marktleiter Cygon. Und als eine erste Geste habe es am vergangenen Wochenende Blumensträuße für die Mitarbeiter gegeben.

Von Armin Haß

Die neuesten Entwicklungen zu Corona im Landkreis Waldeck-Frankenberg gibt es im News-Ticker.*

*wlz-online.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare