Am letzten Tag vor den Osterferien

CRS-Schüler ganz vorbildlich: Pausendemo for Future

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Pausendemo statt Pausenbrot: vor den Osterferien kamen rund 150 Christian-Rauch-Schüler in der Großen Allee zusammen, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. 

Bad Arolsen. „Klimawandel ist schwerer als Mathe“: mit Plakaten und vielen guten Ideen sind gestern rund 150 Christian-Rauch-Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gegangen.

Genauer gesagt in die Große Allee, wo die Schülervertretung kurzfristig zum Protest im Rahmen der internationalen Aktion „Fridays for Future“ aufgerufen hatte.

Das kam vor allem bei den jüngeren Jahrgängen an, die ihre selbstgemalten Plakate schwenkten, während nur wenige Oberstufenschüler den Weg in die Allee fanden.

In den ersten beiden Unterrichtsstunden waren die Schülervertreter durch die Klassen gegangen, um zur Demo in der großen Pause aufzurufen.

Mehr als ein paar Minuten Unterricht gingen so vor Beginn der Osterferien nicht verloren.

Eine Aktion, die Schulleiter Markus Wagener als „in dieser Form absolut grandios und mustergültig“ beurteilt. Ein generelles Lob zollt der CRS-Leiter dabei der „sehr aktiven Schülervertretung“, die es so nicht an jeder Schule gebe.

Die Schülervertretung hat sich ihrerseits schon länger mit dem Thema Klimaschutz auseinandergesetzt, wie die Schulsprecher Giulia Strothe und Kevin Andrita erklären.

Ideen gibt es reichlich: angefangen bei der möglichst vollständigen Vermeidung von Plastikgeschirr in der Cafeteria über die Anlage einer zweiten Bienenwiese bis zur Arbeitsgemeinschaft „Grüne CRS“ mit Schülern, Lehrern und Eltern.

Zusätzlich zum geplanten Solarstrom vom Schuldach haben sich die Schülervertreter jedenfalls eine Menge Gedanken gemacht, wie es im Schulalltag nachhaltiger zugehen könnte. „Das sind ziemlich einfache Sachen, die man schnell umsetzen kann“, unterstreicht Giulia Strothe.

Angesichts dieses Engagements der Schüler sei es unfair, die Diskussion, wie jüngst in Kassel und Korbach geschehen, auf bloßes Schuleschwänzen herunterzubrechen, findet SV- und Kreisverbindungslehrerin Tina Römer.

Weitere Aktionen für das Arolser Gymnasium seien angedacht, darunter die Idee, eine Projektwoche zum Thema Klima- und Umweltschutz zu machen. „Die Schüler wollen inhaltlich etwas für ihre Schule tun“, ist Tina Römer überzeugt.

(Von Sandra Simshäuser)

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