Fast dreifache Zahl von Essen zubereiten

Darum baut Bathildisheim neue Großküche in Bad Arolsen

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Richtfest wurde am Rohbau der künftigen Gr oßküche des Bathildisheims im Mengeringhäuser Feld gefeiert. Unser Bild zeigt (v.l.) den Architekten Henning Schütt, Thomas Korngiebel von der Stahlbaufirma Heidemann, BBW-Vorstand Jens Wehmeyer, Friedbert Lamotte, Bereichsleiter Gebäudemanagement, und Küchenleiter Christoph Wilke-Baumbach.

Aus vier Küchen mach eine, hat sich das Bathildisheim gedacht und eine Großküche hinter dem Berufsbildungswerk Nordhessen im Mengeringhäuser Feld gebaut. Am Freitag wurde Richtfest gefeiert.

Bad Arolsen – Grund genug, auf die Baustelle einzuladen und allen Mitwirkenden für den reibungslosen Ablauf zu danken. Das übernahm Jens Wehmeyer, kaufmännischer Vorstand des Bathildisheims, der Mitarbeiter des Planungsbüros, des Gebäudemanagements, der Küchenmannschaft sowie Vertreter der Stadt Bad Arolsen in dem großen Rohbau begrüßte.

2000 Portionen pro Schicht

Die Kosten für das Bauprojekt liegen nach Auskunft von Jens Wehmeyer bei rund 6,8 Millionen Euro. Heimische Firmen führen die Arbeiten an der künftigen Großküche aus, deren gewaltige Ausmaße ihre Berechtigung haben. Wenn das Küchenteam im neuen Gebäude wie geplant zum Juni 2020 seinen Betrieb aufnimmt, sollen dort 2000 Essensportionen pro Schicht zubereitet werden. Bisher sind es 700 Menüs, die in den aktuell noch drei Bestandsküchen im Berufsbildungswerk, in Neu-Berich und in Kassel gefertigt werden.

In der neuen Küche soll dann auf das so genannte „Cook & Chill“-Verfahren umgestellt werden. Als einzige Küche im Landkreis Waldeck-Frankenberg, die dieses Verfahren anwendet, werden die zubereiteten Speisen rasch auf etwa 3 Grad heruntergekühlt.

Essen gleich herunterkühlen

Neben der Frische habe „Cook & Chill“ den Vorteil, dass das Bathildisheim durch die Kühlung nicht mehr an bestimmte Entfernungen bei der Auslieferung gebunden sei. Bisher liegt das Einzugsgebiet in Nordwaldeck. Auch die Zahl der externen Kunden werde dank „Cook & Chill“ von aktuell 30 bis auf 50 Prozent ansteigen, vermutet der kaufmännische Leiter.

Für Christoph Wilke-Baumbach, den künftigen Betriebsleiter der Großküche, liegt die Herausforderung vor allem darin, von „Cook & Serve“, der Zubereitung warmer Speisen für die sofortige Auslieferung, auf „Cook & Chill“ umzustellen.

30 Mitarbeiter

Alle 30 Mitarbeiter des Küchenteams sollen auch in der Großküche eingesetzt werden. Beim Richtfest hielten sie bereits erste Kostproben für die Gäste bereit. Darunter Bürgermeister Jürgen van der Horst, der die Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme hervorhob.

Das Thema gesunde Lebensmittel sei nicht nur in diesen Tagen von Bedeutung, unterstrich van der Horst: „Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunftssicherung für das Unternehmen.“ (Von Sandra Simshäuser)

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