Autoren benötigen für Mengeringhäuser Ortssippenbuch Zustimmung der Betroffenen.

Daten aus der Fachwerkstadt

Bad Arolsen-Mengeringhausen. - Es wird das mit Abstand umfangreichste Ortssippenbuch: Doch brauchen der Autor, der Stadtarchivar Christian Meuser, und der Waldeckische Geschichtsverein als Herausgeber dieser Sammlung von Familiendaten aus Mengeringhausen die Zustimmung der Betroffenen.

Veröffentlicht werden sollen die Daten (Geburt, Hochzeit, Tod, Beruf) aus den Familienblättern zwischen 1630 und 1972. Da der Datenschutz 100 Jahre gilt, sollen nun etwa 800 noch in Mengeringhausen lebende Bürger mithilfe eines Formulars um ihre Erlaubnis zur Veröffentlichung gebeten werden. Sie können bis zum 1. April mitteilen, ob sie damit einverstanden sind oder ob sie einen Abdruck ablehnen.

Um möglichst viele noch zu befragende Bürger erreichen zu können, wurden auch die Ortsvorsteher der umliegenden Ortschaften befragt, in die Mengeringhäuser umgezogen sein könnten. Zwar können nicht alle infrage kommenden Bürger erreicht werden, doch sehen sowohl der Vorsitzende des Geschichtsvereins, der Jurist Dr. Klaus Wendt, als auch Bürgermeister Jürgen van der Horst keine rechtlichen Probleme in der pragmatischen Handhabung der Datenschutzbestimmungen: „Wir können nicht alle betroffenen Bürger im In- und Ausland ermitteln“, betont der Rathauschef. Andererseits könnten eventuell später doch noch erhobene Einwände gegen eine Veröffentlichung für einen Nachdruck des voraussichtlich 700 Seiten starken und im Herbst erscheinenden Buches berücksichtigt und die Namen dann gestrichen werden.

Für die Verteilung der Zettel sucht Meuser noch Helfer. Sie können sich bei ihm im Stadtarchiv im Rathaus, Telefon 801263, oder privat, Telefon 40107, melden. Die Bürger können die Briefe ausgefüllt im Postkasten am Rathaus oder privat (Lange Straße 14 oder 16) einwerfen.

Christian Meuser setzt die von seinem verstorbenen Vorgänger Herbert Voigt begonnene Arbeit fort, der 23 Jahre als Stadtarchivar fungierte. „Da ist man Einzelkämpfer“, erklärt Meuser. Er freut sich aber auch über Unterstützung seiner Ehefrau Hildegard. 8200 Datensätze über Familien müssen erfasst und nicht zuletzt geprüft werden. Nicht erfasst werden die Daten der Soldaten oder Flüchtlinge, die nur vorübergehend in Mengeringhausen wohnten. In einem Anhang sollen die Namen der jüdischen Bürger aufgeführt werden. Zum Herbst 2013 soll das Ortssippenbuch erscheinen. (ah/Foto: ah)

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