Landesamt für Denkmalpflege zeichnet Vereine aus, die sich für die Denkmalpflege stark machen

Denkmalpreis für Lokale Agenda 21 Diemelstadt

Diemelstadt - Die Rhoder Arbeitsgruppe „Lokale Agenda 21“ mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein, der Bezirksgruppe im Geschichtsverein und dem Verein Historisches Ortsbild ist in der Rotunde des Biebricher Schlosses mit dem Ehrenamtspreis in der Denkmalpflege 2013 ausgezeichnet worden.

Die Ehrung der Preisträger erfolgte durch Staatssekretär Ingmar Jung vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und Prof. Dr. Gerd Weiß, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen.

Weitere Preisträger waren der Freundeskreis Kloster Eberbach, der Förderverein Schloss Vollrad, der Verein Kasseler Bürger für das Welterbe sowie die Margit Horvath Stiftung aus Mörfelden.

„Gerade in der Denkmalpflege verdanken viele Projekte ihren Erfolg dem Ehrenamt“, hob der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ingmar Jung, hervor. „Ohne den großen Einsatz von Privatpersonen, die oft mit großer Leidenschaft zum Erhalt des kulturellen Erbes beitragen, wäre manches Schmuckstück aus der Vergangenheit verloren.“In Hessen engagieren sich allein beim Denkmalschutz mehr als 100.000 Bürgerinnen und Bürger in mehr als 700 Vereinen. „Das zeigt das große Interesse der Bevölkerung an der eigenen Geschichte“, sagte Jung und fügte hinzu: „Denn bei der Denkmalpflege geht es immer auch um das Erinnern und damit die Reflektion darüber, was in der geschichtlichen Entwicklung des eigenen Landes gut war oder wo Fehler gemacht worden sind.“

In der Laudatio für die Diemelstädter Preisträger hieß es unter anderem: Stellvertretend für die Lokale Agenda 21 Diemelstadt sei der Verein Historisches Ortsbild Diemelstadt hervorgehoben. Er ist ein gemeinnütziger Verein zur Erhaltung und Verbesserung des historisch gewachsenen Ortsbildes in allen Stadtteilen von Diemelstadt.

Der Verein hat sich im Jahre 1999 mit dem Ziel gegründet, die über einhundert denkmalgeschützten, vom Verfall bedrohten Häuser in Diemelstadt - davon der weitaus größte Teil im Ortsteil Rhoden - zu retten und einer dauerhaften Nutzung zuzuführen. Die lokale Agenda 21 will gemeinsam mit dem Verkehrs und Verschönerungsverein Rhoden und der Bezirksgruppe des Geschichtsvereins dazu beitragen, das historisch gewachsene Ortsbild in allen Stadtteilen von Diemelstadt zu erhalten und die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern.

Auf diese Weise soll die Attraktivität von Diemelstadt für Besucher, ansiedlungswillige Unternehmen und zuzugswillige Privatpersonen gesteigert werden. Seinem Wirken ist es zu verdanken, dass Diemelstadt mit seinem Stadtteil Rhoden in das Förderprogramm zugunsten hessischer Städte und Gemeinden und in das Städtebauförderungsprogramm Städtebauliche Sanierung nach dem Bund-Länder-Programm aufgenommen wurde.

Großen Wert legt der Verein auf seine Öffentlichkeitsarbeit. Mit fundierten Informationsveranstaltungen ist es ihm gelungen, nicht nur das Interesse der Bürgerinnen und Bürger von Diemelstadt zu wecken, sondern auch Zuzugswillige zu gewinnen: Jeder, der eine denkmalgeschützte Immobilie erwerben möchte, kann sich auf der Homepage des Vereins einen ersten Einblick über die Lage und den Zustand des Gebäudes verschaffen und über den Verein Kontakt aufnehmen. Der Verein veranstaltet auch das Kulturfestival „Wood Art“ und organisiert Märkte und Kunsthandwerkermärkte.

Darüber hinaus wirken seine Mitglieder in interdisziplinären Arbeitskreisen mit und kooperieren mit anderen örtlichen Vereinen. Hervorgetan hat sich die Lokale Agenda 21 außerdem durch die systematische Erfassung von Hausnummern und Hausinschriften. Er arbeitet eng mit den Stadtvertretern zusammen und berät sich mit ihnen über anstehende Maßnahmen.

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