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Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt Sanierung des Barockpalais Schreiber in Bad Arolsen

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Von: Armin Haß

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Blick in den symmetrisch angelegten Garten des Schreiberschen Hauses. In der Mitte ein Weg, der durch zwei kniehohe Buchsbaumhecken begrenzt wird.
Eine Besonderheit in der Barockstadt ist die Gartenanlage hinter dem Schreiberschen Haus. Die Sanierung des durch einen Wasserschaden betroffenen 305 Jahre alten Gebäudes ist vorangekommen. © Armin Haß

Für die Sanierung des Hauses Schreibers in Bad Arolsen hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im vergangenen Jahr Geld aus einem gesamten Spendenaufkommen von 2,3 Millionen Euro allein für Hessen Mittel bereitstellen können.

Bad Arolsen - Wie die WLZ erfuhr, sollen die Sanierungsarbeiten im Laufe dieses Jahres zu einem großen Teil abgeschlossen werden.

Wie berichtet, war im museal genutzten Erdgeschoss 2018 ein Wasserschaden entdeckt worden. Seitdem ist das Museum geschlossen. Die Böden wurden herausgerissen und Türen und Wandverkleidungen entfernt. In der Folge wurden auch im Obergeschoss Wasserschäden festgestellt, sodass das Archiv des Waldeckischen Geschichtsvereins in die Remise umziehen und die Wohnung geräumt werden musste.

Sanierungsarbeiten laufen schon seit Jahren

Auch an der Decke des Festsaals sind seit Jahren einzelne Wasserflecken sichtbar, die von der oberhalb eingebauten Lüftungsanlage herrühren. Inzwischen wurden Hausschwamm und Pilzbefall erfolgreich bekämpft.

Die weiteren Arbeiten für die Sanierung im Erdgeschoss und eine Renovierung der Deckenbalken im Obergeschoss sind angelaufen. Voraussichtlich sind die meisten Sanierungsarbeiten in diesem Jahr abgeschlossen. An der Finanzierung sind die Gebäudeversicherung, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die für den Denkmalschutz beim Bund und beim Land Hessen zuständigen Stellen, die Stadt sowie die Schäfer-Stiftung beteiligt.

Zwei Stiftungen bemühen sich um das Gebäude

Die Hannelore- und Heinz-Jürgen-Schäfer-Stiftung erwarb das Gebäude 2013, um es mit Unterstützung der Stadt und des Museumsvereins Bad Arolsen (Bürger für das Schreibersche Haus) für eine kulturelle Nutzung zur Verfügung zu stellen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) teilt mit, dass 2021 bundesweit über 520 denkmalgeschützte Objekte mit mehr als 19,8 Millionen Euro gefördert worden seien. Hinzu kamen Sondermittel in Höhe von rund 2,7 Millionen für über 400 von der Flut geschädigte Bauten.

Barockpalais von kunsthistorischer Bedeutung

Allein in Hessen seien mehr als 20 Denkmäler mit Stiftungsmitteln gefördert worden. Zu den herausragenden Objekten gehöre das 305 Jahre alte Haus Schreiber in Bad Arolsen. Hier stellte DSD Mittel für die Restaurierungsarbeiten im Blauen Salon und im Großen Saal zur Verfügung. In ihrer jüngsten Mitteilung hebt die Stiftung die kunsthistorische Bedeutung des weitgehend original erhaltenen Barockpalais mit seiner sehr qualitätvollen Innenausstattung hervor.

So finden sich im Festsaal qualitätvolle Wandbespannungen und Schnitzereien des Rauch-Schülers Johann Friedrich Valentin. Das nahe des Residenzschlosses stehende Hofbeamtenhaus wurde 1788 als fürstliches Gästehaus repräsentativ umgestaltet.  (Armin Haß)

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