Die fünf Juroren der WLZ-Aktion sind sich einig:

Dilldopp ist „Waldecks Wort“

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Die Jury kürte den Dilldopp zu "Waldecks Wort": WLZ-Redaktionsleiter Thomas Kobbe, dem Leiter des plattdeutschen Arbeitskreis der Arolser Bezirksgruppe im Waldeckischen Geschichtsverein, Andreas Karl Böttcher, Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont, der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Heinrich Paul, und Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling vom plattdeutschen Arbeitskreis der Diemelseer Bezirksgruppe.

Bad Arolsen. Es ist die Qual der Wahl, aber zum Schluss sind sich alle fünf Juroren der WLZ-Aktion einig: Dilldopp lautet „Waldecks Wort“. Es bezeichnet ein lebhaftes oder "aufgedrehtes" Kind.

Tausende Begriffe hatten die Leser bei der WLZ-Aktion vorgeschlagen, am Freitag fällt die Jury aus dem WLZ-Redaktionsleiter Thomas Kobbe, dem Leiter des plattdeutschen Arbeitskreis der Arolser Bezirksgruppe im Waldeckischen Geschichtsverein, Andreas Karl Böttcher aus Marsberg, Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont, der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Heinrich Paul, und Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling vom plattdeutschen Arbeitskreis der Diemelseer Bezirksgruppe im Geschichtsverein die Entscheidung. 

Als Platt-Hochburg werden die Ehringer ausgezeichnet.

Schwere Wahl für die Jury

Nach mehreren Durchgängen ist es am Abend geschafft: Die Mitglieder der Jury haben bei der WLZ-Aktion „Waldecks Wort“ den Sieger gekürt: den Dilldopp. Fürs „lebhafte Kind“ entscheiden sich am Ende alle. 

Schon im Vorfeld hatten sich die Fünf viel Mühe gemacht, um aus den Tausenden eingereichten Vorschlägen eine Vorauswahl zu treffen: 30 Wörter hat jeder für die letzte Jury-Sitzung im Schloss nominiert. Am Nachmittag kommen die Juroren im Fürstlichen Residenzschloss zusammen. Auf einem langen Tisch werden Ausdrucke von allen 150 nominierten Wörter ausgelegt. Die Juroren erhalten erst zehn, dann fünf Stimmkarten, die sie auf die Blätter legen. 

Nach drei Runden stehen 50 Wörter fest. Sie werden auf einem Plakat zusammengestellt, das noch vor dem Hessentag in Korbach erscheint. Mehrfach eingereichte Klassiker wie die Fikkeln, ingefrigget, Habermegger, Köppeken, das typisch waldeckische „alls“ oder „es“ für „dat Mäken“ sind selbstverständlich dabei.

Dann beginnt die Auswahl von „Waldecks Wort“. Es könnte weit verbreitet oder etwas Dorfspezifisches sein. Auch die Sprachmelodie sollte eine Rolle spielen. Wieder erhalten die fünf Juroren Stimmkarten. In der letzten Abstimmung wählen alle fünf Juroren den Dilldopp. „Das ist ein Allerweltswort“, sagt Paul. „Da kann jeder etwas mit anfangen.“ Böttcher gefällt die doppelte Bedeutung „aufgedrehtes“ Kind und Kreisel.

Die Gewinner und Preisträger

Hauptgewinn ist ein Reisegutschein für zwei Personen, sie übernachten im Bad Homburger Maritim-Hotel, wo es ein Frühstücks-Buffet und eine hessische Vesper gibt. Gewinnerin ist Sigrid Scholz aus Bad Arolsen.

Zwei Eintrittskarten fürs Konzert der Bundeswehr-Bigband mit dem Liedermacher Klaus Lage beim Korbacher Hessentag erhält Hedi Fricke aus Diemelstadt. 

Zwei Eintrittskarten fürs Santiano-Konzert beim Korbacher Hessentag erhält Gundi Obermeye aus Edertal-Gellershausen. 

Zwei Karten fürs Konzert von Ulla Meinecke beim Korbacher Hessentag gehen an Elke Lessing-Kramer vom Hermannshof in Diemelsee. 

Zwei Karten für die Aufführung „die Verführung des Casanova“ der Freilichtbühne beim Korbacher Hessentag gehen an Brigitte Holzhauer, aus Korbach. 

Einen Sonderpreis erhält die Adorfer Mittelpunktschule: 100 Euro für den Förderverein gibt es als Dank für die große Platt-Aktion, an der sich alle Klassen beteiligt haben.

 Der zweite Sonderpreis geht an die fünf Lichtenfelser Kindergärten, die für ihre Aktion in Fürstenberg jeweils 50 Euro bekommen. 

Als Platt-Hochburg werden die Ehringer ausgezeichnet: Rund 2000 Wörter haben sie eingereicht, dafür gibt es 250 Euro. (r)

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