Bad Arolser Oberstufenschüler suchen nach geeigneten Räumlichkeiten

Diskofeten aus Gemeindehallen verbannt

- In den letzten beiden Jahren vor der Abiturprüfung gehören professionell organisierte Diskofeten zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen am Wochenende. Damit könnte nun in Nordwaldeck bald Schluss sein.

Bad Arolsen. Am Rande der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Diemelsee hat Bürgermeister Volker Becker bekannt gegeben, dass die Hallen in Vasbeck und Adorf nicht mehr für Diskofeten vermietet werden sollen. Grund für die Entscheidung waren Beschwerden von Anwohnern über nächtlichen Lärm sowie wiederholte Beschädigungen. Bei der letzten Abifete ist es nach Auskunft der Gemeindeverwaltung Diemelsee zu einem größeren Sachschaden gekommen. Konkret sei ein größeres Turngerät beschädigt worden, wie die WLZ aus dem Rathaus erfuhr. Daraufhin wurde beschlossen, dass künftig keine weiteren Feiern von außerörtlichen Schulen in nächster Zeit in den Hallen der Gemeinde Diemelsee mehr ausgerichtet werden sollen. „Uns sind keine größeren Schäden bekannt“, kommentierte Fabian Steiner vom amtierenden Fetenvorstand der Jahrgangsstufe 12/13 der Christian-Rauch-Schule. Außerdem fügte er hinzu: „Für die kleineren Sachschäden, die bei einer solchen Feier gewöhnlich sind, sollten wir noch Rechnungen bekommen. Wir haben schließlich eine Veranstalter-Versicherung abgeschlossen.“ Positive Resonanz Die Dorfjugenden von Adorf und Vasbeck veranstalten weiterhin ihre Feiern in den Hallen. Bei diesen Feiern gebe es ebenfalls kleinere Sachschäden und die würden toleriert, so Steiner. „Wir waren sehr überrascht über das Schreiben der Gemeinde, in dem uns mitgeteilt wurde, dass wir nicht mehr in den dortigen Hallen feiern dürfen. Wir waren schon dreimal in diesen Hallen und haben eigentlich immer nur positive Resonanz bekommen.“ Zum Beispiel habe der Hausmeister bei der ersten Feier anerkennend festgestellt, dass die Halle um acht Uhr morgens noch nie so sauber gewesen sei. Da die nächste Feier nicht mehr wie üblich in Adorf stattfinden kann, suchen die angehenden Abiturienten noch nach einer Halle. „Wir sind nämlich auf die letzte Feier angewiesen, weil wir von den Einnahmen den Abschlussball finanzieren“, erläutert Selina Dicke vom Organisationskomitee für den Abschlussball. Immer Ärger mit Feten Ursprünglich hatten die Bad Arolser Gymnasiasten ihre Abifeten in der Bürgerhalle Helsen und in der Twisteseehalle in Wetterburg ausgerichtet. Als sich dann die Schäden an den Hallenböden durch zertretene Zigarettenkippen und die Beschwerden von Anwohnern häuften, wurde Ende der 90er-Jahre in Bad Arolsen beschlossen, die städtischen Hallen nicht mehr für derartige Feiern zur Verfügung zu stellen.Als Ausweg boten sich damals die Hallen in der Nachbargemeinde Diemelsee an. Die Schüler bedienten sich dann professioneller Veranstaltungsfirmen mit Sicherheitspersonal und Haftpflichtversicherung. Nun also auch ein Hallenverbot in Diemelsee. (Von Stephan Brüne und Severein Vogel)

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