Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) ist fertig und genehmigt:

Grünes Licht für Dorfeneuerung in Bad Arolser Stadtteilen: Die Ortskerne stärken

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Im Rahmen der Dorfentwicklung soll das Umfeld um die alte Klosterkirche Volkhardinghausen (rechts im Bild) umgestaltet werden.  

Bad Arolsen.  21 kommunale Projekte mit einem Kostenvolumen von 4,3 Millionen Euro umfasst der Plan für die Dorfentwicklung in neun Ortsteilen von Bad Arolsen. Nach eineinhalbjähriger Vorbereitungszeit haben die WI-Bank im Auftrag des Landes und die Stadtverordnetenversammlung die Zustimmung zu dem gesamten Programm gegeben.

Die Vorhaben skizzierten am Donnerstagabend Bürgermeister Jürgen van der Horst sowie vom Büro Bioline aus Dalwigksthal Bernd Wecker und Stefanie Koch vor Vertretern der Stadtteile.

Ergänzend zu ursprünglich sieben gemeldeten Ortsteilen wurden noch Kohlgrund einschließlich Gut Eilhausen und Massenhausen in das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) mit Zustimmung der WI-Bank aufgenommen, obwohl dort erst vor wenigen Jahren die Dorferneuerung abgeschlossen wurde.

Viele Konkrete Projekte im Blick

Das größte Vorhaben ist mit zwei Millionen Euro die multifunktionale Umgestaltung des ehemaligen Rathauses in Landau. Diese bezieht sich auf die Bücherei, zudem sollen Möglichkeiten für den Sport von Grundschülern geschaffen werden und ist eine energetische Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerkes in der Altstadt vorgesehen.

Zur Stärkung der inneren Ortskerne sollen 450.000 Euro bereitgestellt werden. Nach Abbruch von leerstehenden Immobilien und durch die Nutzung von Brachen ließen sich 20 Bauplätze schaffen.

500.000 Euro sind für den Bereich Stadthalle und alter Hartplatz in Mengeringhausen eingeplant. Vorgesehen sind neue Parkplätze und ein Multifunktionssportfeld sowie eine Modernisierung der Technik in der Halle. 99.000 Euro sind für die Neugestaltung des Stadtparks vorgesehen.

In jedem Stadtteil sind Verbesserungen geplant

80.000 Euro sind für eine mobile Veranstaltungsbühne für die Großgemeinde mit barrierefreiem WC eingeplant. Ein ähnliches Projekt ist in Diemelstadt mithilfe von Mitteln aus dem LEADER-Programm der EU verwirklicht worden.

In Volkhardinghausen soll die Klosteranlage für 120.000 Euro unter touristischen Gesichtspunkten neugestaltet werden. 30.000 Euro sind für die Planung des Umfelds vorgesehen. Dort bestehe noch einiges Entwicklungspotential, sagte Stefanie Koch.

In Braunsen ist für 80.000 Euro an der Twiste ein Treffpunkt für Wanderer und Radfahrer mit Spielplatz an dem Bach vorgesehen. Das Dorfgemeinschaftshaus Neu-Berich soll für 30.000 Euro barrierefrei gestaltet werden. Schließlich sind 50.000 Euro zur Verbesserung der medizinischen Versorgung vorgesehen. 

Wie funktioniert die Förderung privater Sanierungsvorhaben?

Private Haus- und Grundeigentümer sowie Vereine und Kirchengemeinden können bis zum 31. Dezember 2024 können Zuschussanträge für Projekte der Dorfentwicklung mit einem Kostenvolumen von mindestens 10.000 Euro stellen. 35 Prozent der Nettokosten, demnächst maximal 45.000 Euro (bisher 35.000 Euro= oder höchstens 60.000 Euro bei Kulturdenkmälern, können als Zuschuss gewährt werden. Die Höchstsummen sind inzwischen heraufgesetzt worden. 

Vorher müssen sich interessierte Bauherren aber von einem noch zu beauftragenden Architekturbüro beraten lassen. Diese Dienstleistungen sind für die Eigentümer kostenlos. Im Anschluss werden die Konzepte beim Landkreis geprüft und die Zuschussanträge an das Land weitergeleitet. 

Weitere Fördermöglichkeiten bietet das Anreizprogramm des Stadtumbaus für Bad Arolsen und Helsen. Informationen gibt es bei Sabine Gottmann vom Fachdienst Stadtentwicklung, Bauen und Immobilien der Stadt Bad Arolsen, Telefon: 05691/8010, und bei Matthias Greder vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung, Telefon: 05631/9540.

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