Integriertes kommunales Entwicklungskonzept zur Dorfentwicklung Bad Arolsen liegt vor

Dorferneuerungsprogramm macht's möglich: Große Pläne für Bad Arolser Stadtteile

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Dorfentwicklungs-Konzept für Mengeringhausen: 500 000 Euro sind in den kommenden Jahren für die Aufwertung der Stadthalle vorgesehen. 

Bad Arolsen.  Vorhaben im Wert von über vier Millionen Euro umfasst der 220 Seiten umfassende Entwurf des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes zur Dorfentwicklung Bad Arolsen.

Die Ausschüsse votierten einstimmig dafür, nach Abstimmung mit der landeseigenen Investitionsbank kann die Stadtverordnetenversammlung das Maßnahmenpaket beschließen. Ziel ist es, die Projekte bis 2025 zu verwirklichen. Das größte Vorhaben ist mit zwei Millionen Euro veranschlagte Neugestaltung des ehemaligen Rathauses in Landau, wie Stefanie Koch von dem Planungsbüro Bioline Dalwigksthal in der Ausschusssitzung im Dienstag berichtete.

Hierzu wurde unter Regie des Büros Müntinga und Puy eine Umfrage unter den Bürgern veranstaltet. Vorgeschlagen werden der Erhalt der Kneipe, die Einrichtung eines kleinen Cafes, die Bereitstellung von Räumlichkeiten für sportliche Aktivitäten der Grundschule, der Umzug der Bücherei und die energetische Sanierung des Gebäudekomplexes. Alles in dem Zeitraum von 2021 bis 2023. 

Eine halbe Million Euro ist vorgesehen für die Aufwertung der Stadthalle als zentrales Veranstaltungsgebäude mit überregionaler Anziehungskraft (2020 bis 2022). Dazu würden der angrenzende Hartplatz zurückgebaut und ein Multifunktionssportfeld angelegt, im gleichen Zuge würde das knappe Angebot an Parkplätzen vergrößert. Innen sollen Technik und Beleuchtung speziell für Theateraufführungen erneuert werden.

99.000 Euro sind für die Gestaltung des Stadtparkes vorgesehen. Der Bereich um das ehemalige Kloster in Volkhardinghausen könnte für 120.000 Euro neu gestaltet werden. Dazu gehört auch der Kauf und Abbruch von baufälligen Immobilien.

Für 80.000 Euro sollen eine mobile Bühne mit Ausrüstung für Konzerte und ein Toilettenwagen angeschafft werden. Für die Stärkung der Mobilität in Arolsen sind 20.000 Euro, für ein Konzept zur Verbesserung der medizinischen Versorgung sind 50.000 Euro eingeplant.

In Neu-Berich soll das Dorfgemeinschaftshaus barrierefrei gestaltet werden. 30.000 Euro sind dafür veranschlagt worden. Die Bürger würden die sanitären Anlagen in Eigenleistungen umbauen.

Das Konzept ist das Ergebnis eines Anfangs 2018 begonnenen Prozesses mit öffentlichen Informationsveranstaltungen, Gesprächsrunden und Ortsbegängen mit den Bürgern zusammen mit dem Büro Bioline. Die Ziele reichen von der Aufwertung touristischer Ziele über die Bereitstellung von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder bis hin zur Verbesserung der Nahversorgung.

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