Wichtige Bildungsarbeit in Museen: Kultur als Standortfaktor

Bad Arolsen: Dr. Birgit Kümmel leitet  den Hessischen Museumsverband

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Dr. Birgit Kümmel ist neue Vorsitzende des Hessischen Museumsverbands. Das Foto zeigt sie in einer Reihe mit den Büsten berühmter Persönlichkeiten aus dem 19. Jahrhundert im Rauch-Museum, vorne rechts die Büste, die Rauch 1857 von dem vielseitig interessierten Naturforscher Alexander von Humboldt anfertigte.

Bad Arolsen. Ihre berufliche Karriere hat Dr. Birgit Kümmel dem Erhalten und Bewahren von Kunst und Kultur gewidmet und auch in ihrer Freizeit tut sie alles, was nötig ist, um Museen auszubauen und zu stärken.

Seit September ist die Leiterin der städtischen Museen in Bad Arolsen und die ehrenamtliche Leiterin des Frankenberger Heimatmuseums im Kloster Vorsitzende des hessischen Museumsverbands.

In dieser Funktion berät und vertritt sie die rund 400 Museen, die in Hessen privat-rechtlich oder kommunal geführt werden. Mit ihrem Team von Experten aus vielen Fachgebieten berät das Ministerium für Wissenschaft und Kunst bei der Mittelvergabe und organisiert Weiterbildungsprogramme und Museumsseminare etwa zu den Themen Inventarisierung, Digitalisierung, Sammeln mit System sowie in den wichtigen Bereichen Vermittlung und Bildung.

Verband ist breit aufgestellt und gut vernetzt

Der hessische Museumsverband verfügt in Kassel über eine Geschäftsstelle mit fachlich sehr versierter Geschäftsführerin: Dr. Gisela Bungarten ist stellvertretende Leiterin der Museumslandschaft Hessen-Kassel.

Dem Vorstand gehören außerdem Dr. Erika Dittrich vom Museum Philipp-Reis-Haus in Friedrichsdorf und Karl-Christian Schelzke als geschäftsführender Direktor des hessischen Städte- und Gemeindebundes an. Sechs weitere Vorstandsmitglieder vertreten die nicht-staatlichen kommunalen oder privatrechtlichen Museen Hessens.

Nach ihrer Wahl und Amtsübernahme würdigte Dr. Kümmel ihren Vorgänger, den langjährigen Vorsitzenden Dr. Thomas Wurzel für dessen Einsatz für die hessische Museumslandschaft. Er habe sich engagiert um die öffentliche Wahrnehmung der Museen bemüht und dafür erfolgreich politische Lobbyarbeit geleistet. Dem fühle sich auch der neue Vorstand verpflichtet.

Bestens qualifiziert für die Leitung des Museumsverbands

Dr. Birgit Kümmel hat Kunstgeschichte, neuere Geschichte, christliche Archäologie und Volkskunde studiert. Promoviert hat sich mit einer kunstgeschichtlichen Arbeit über Landgraf Moritz. 1990 kam sie nach Bad Arolsen und bereitete die Barockausstellung mit dem Titel „... indessen will es glänzen“ vor. 

Danach organisierte sie in der ehemaligen Residenzstadt die Museumslandschaft neu und schaffte es mit dem besonderen Engagement des damaligen Bürgermeister Gerhard Schaller, den im Zuge der Stadtsanierung renovierten Marstall zu einem Museum mit nationalem Ruf aufzubauen. 

Erst nach Vorlage des schlüssigen Museumskonzeptes aus der Feder von Dr. Kümmel hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz dem Museum der Stadt Bad Arolsen viele wertvolle Werke aus der Werkstatt von Christian Daniel Rauch und seiner Zeitgenossen dem Arolser Museum als Dauerleihgabe überlassen.

Auf leistungsstarke und engagierte Sponsoren angewiesen

 „Diese Kooperation gilt immer noch bundesweit als Leuchtturmprojekt“, stellt die Museumsleiterin nicht ohne Stolz fest. Die Museumslandschaft in Bad Arolsen sei mehr als bloß irgendein weicher Standortfaktor. Zusammen mit den vielen anderen niveauvollen Kulturangeboten in der Stadt könne den kunstinteressierten Reisenden aus aller Welt in Bad Arolsen eine Menge geboten werden. 

Das rechtfertige das finanzielle Engagement der Landesregierung und vieler anderer namhafter Sponsoren wie der Sparkassenkulturstiftung und der Sparkassenversicherung. In Frankenberg wiederum sei man froh über das Engagement des Landkreises bei der Modernisierung des Museum im Kloster. 

Auch landesweit genössen die Museen im ländlichen Raum wieder mehr Aufmerksamkeit. Das zeige sich auch in den im Doppelhaushalt des Landes zur Verfügung gesellten Projektmittel.

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