Drei Schülerprojekte führen vor Augen, wie sich die Geschichte wiederholt

Flucht damals und heute

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Schüler-Projekt zu Flucht und Vertreibung in den Räumen des Museums Historicum.

Bad Arolsen. Flüchtlingsströme sind kein neuer Anblick in Europa: Nach dem zweiten Weltkrieg gab es schon einmal ein Millionenheer von entwurzelten und aus ihrer angestammten Heimat gerissenen Menschen. Mit dem Schicksal der Flüchtlinge von einst und heute beschäftigen sich in der aktuellen Projektwoche Schüler der Christian-Rauch-Schule in drei unterschiedlichen Projektgruppen.

Beim Internationalen Suchdienst haben sich 20 Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 mit ihren Lehrerinnen Annette Marterer und Tina Römer in die Akten zum Schicksal polnischer Juden im sogenannten Stammlager (Stalag) Trutzhain vertieft. Bei einem Besuch in der Gedenkstätte in der Nähe von Ziegenhain erfuhren die Schüler, dass in dem Lager nach dem Krieg Displaced Persons (DP) untergebracht waren.

Als die wieder in ihre Heimatländer zurückgeführt waren, folgten Vertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten. Diese Neubürger gründeten die Gemeinde Trutzhain. Eine zweite Schülergruppe beschäftigt sich in den Räumen des Museums Historicum unter Leitung der Lehrer Erich Müller und Hans-Joachim Orawetz mit dem Schicksal jener Vertriebenen, die in Bad Arolser in der Ostlandsiedlung oder der Mengeringhäuser Ostpreußenstraße heimisch wurden.

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