Hunde helfen bei der Suche nach Vermissten

DRK-Rettungshundestaffel Korbach - Bad Arolsen trainiert Retter mit feinem Gespür

DRK-Rettungshundestaffel: Manuela Kahlhöfer aus Bad Arolsen trainiert mit Carlos.
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DRK-Rettungshundestaffel: Manuela Kahlhöfer aus Bad Arolsen trainiert mit Carlos.

Ein Hund kann vieles für seinen Begleiter sein - Haustier, Familienmitglied, Freund, Begleiter oder auch Bewacher. Manchmal sogar ein Lebensretter. Im Kreisverband Korbach - Bad Arolsen des Deutschen Roten Kreuzes gibt es eine Rettungshundestaffel.

  • Die Rettungshundestaffel des DRK Korbach - Bad Arolsen bildet Flächensuchunde aus.
  • Hund und Mensch müssen ein gutes Team werden.
  • Die Rettungshundestaffel darf ausschließlich durch die Polizei zu einem Einsatz alarmiert werden.

Die Fachleute unterscheiden zwei Arten von Rettungshunden: Mantrailer und Flächensuchhunde. Ausschließlich Letztere werden aktuell in der Rettungshundestaffel des DRK ausgebildet.

Ein Flächensuchhund darf erst nach erfolgreich bestandener Prüfung mit seinem ebenfalls geprüften Hundeführer in einen Einsatz gehen. Beide bilden nach erfolgreicher Prüfung ein geprüftes Mensch-Hund-Team.

Welche Lehrgänge müssen in der Rettugnshunde staffel absolviert werden?

Bis es soweit ist, steckt allerdings viel Arbeit und vor allem Zeit in einer solchen Ausbildung. Ganz zu Beginn der Ausbildung muss der Rettungshundeeignungstest bestanden werden.

Hier wird geklärt, ob der Vierbeiner fremden Personen gegenüber aufgeschlossen ist, wie er auf verschiedenste äußere Bedingungen wie Rauch, laute Geräusche und vieles mehr reagiert.

Erst, wenn diese Grundlage vorhanden ist, kann das Mensch-Hund-Team weiter an dem Ziel ein geprüftes Team zu werden arbeiten.

Mit Eifer bei der Sache: Der DRK-Rettungshund Cliff beim Training im herbstlichen Wald.

Der Hundeführer muss verschiedene Lehrgänge wie beispielsweise einen Sanitätslehrgang und einen Funklehrgang, erfolgreich absolvieren. Hierzu kommt dreimal pro Woche das Training mit dem Hund.

Was muss ein Rettungshund können?

Dabei lernen die Vierbeiner unter anderem Unterordnung. Diese setzt sich zusammen aus den vier Befehlen Sitz, Platz, Fuß und Voraus. Der Flächensuchhund muss in einer Prüfung unter anderem selbstständig und freilaufend ein Areal von 30.000 Quadratmetern in einer Zeit von 20 Minuten nach zwei vermissten Personen absuchen.

Die Anzeige einer aufgespürten Person kann vom vierbeinigen Retter in zwei unterschiedlichen Arten erfolgen. Zum einen durch anhaltendes Bellen, bis der Hundeführer beim Hund und bei der vermissten Person ist oder aber der Hund pendelt ständig zwischen Hundeführer und vermisster Person und führt den Menschen so zur Person. Diese Prüfung muss durch das Mensch-Hund-Team nach 24 Monaten wiederholt werden.

Eigensicherung geht für die Teams der Rettungshundestaffel immer vor

Für die Arbeit als Rettungshund sind grundsätzlich alle gesunden Hunde geeignet. Außerdem sollten Sie noch lauffreudig und verträglich mit anderen Hunden sein.

Die Rettungshundestaffel darf ausschließlich durch die Polizei zu einem Einsatz alarmiert werden. Im Einsatzfall fragen die Hundeführer zunächst einmal Gefahrenquellen, wie nahegelegene Bahngleise oder stark befahrene Straßen ab.

Eigenschutz der Teams hat auch bei der Suche nach vermissten Personen oberste Priorität. Dazu gehört auch, dass die Vierbeiner im Einsatz und während des Trainings ihre Kenndecke tragen - dadurch soll verhindert werden, dass die wertvollen Hunde in den Wäldern versehentlich von Jägern geschossen werden.

Rettungshundearbeit ist mehr als ein Hobby

Die Rettungshundestaffel des DRK Korbach-Bad Arolsen besteht derzeit aus acht Teams, von denen aktuell drei geprüfte Teams sind. Alle Mitglieder sind sich einige, dass Rettungshundearbeit mehr als nur ein Hobby ist.

Wer mehr über die Arbeit der Rettungshundestaffel erfahren möchten, kann sich mit der Staffelleitung unter Tel. 0151/17410393 in Verbindung setzten. Aufgrund der Corona-Krise können momentan aber nur eingeschränkt Trainingseinheiten stattfinden. (Von Manuela Kahlhöfer) 

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