In den Osterferien sollen Module aufgesetzt werden

E-Mobilität mit Strom von Bad Arolser Schuldach voranbringen 

Ziel ist die E-Mobilität: Auf der Christian-Rauch-Schule sollen Solarmodule installiert werden. Unser Bild vom vergangenen April entstand bei einer Präsentation der Pläne in der CR, von links Lars Mikloweit, Werner Sostmann, Matthias Wangelin., Dr. Christina Grebe, Dr. Jürgen Römer, Jan-Erik Stöckel, Ralf Hachmeyer, Dana Paschke, Fabian Wiegand, Patrique Fischer (halb verdeckt), Franziska Fritz, Daria Gräbe und verdeckt Wolfgang Fromm. Foto: Armin Hass

Bad Arolsen – Die Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen soll ab April mit Sonnenenergie versorgt werden. Das Projekt wurde von der Initiative Grüne CRS von Schülern, Eltern und Lehrern angeregt.

In diesen Tagen wurde vereinbart, dass die Sonneninitiative Marburg e.V. in Abstimmung mit dem Landkreis die statische Freigabe der infrage kommenden Dachflächen beantragt, die Ergebnisse der bereits beantragten Netzprüfung in die Planungen eingearbeitet werden und in den kommenden Osterferien die PV-Anlage installiert werden soll.

Das teilte der CRS-Lehrer Werner Sostmann, zugleich Sprecher des Arbeitskreises Grüne CRS, gestern mit.

Solarstrom vom Dach der CRS: Landrat Dr. Reinhard Kubat (hinten, Mitte) sagte CRS-Direktor Markus Wagener, rechts danben, die Unterstützung des Kreises zu. Rechts der Sprecher der CRS-Arbeitsgruppe Grüne CRS, Lehrer Werner Sostmann, mit Angehörigen der Initiative.

Landrat Dr. Reinhard Kubat unterstützt die Ausstattung der CRS mit einer PV-Anlage und den damit gekoppelten Umstieg auf E-Fahrzeuge, wie er bei einem Besuch der Schule erklärte. .

Anstoß aus der Schule

Auf Einladung des neuen Schulleiters, Markus Wagener, kam Kubat zu einem Gespräch mit dem Arbeitskreis Grüne CRS über die geplanten Vorhaben. Die Schüler Jan Eric Stöckel, Lars Mikloweit und Kevin Andrita stellten die Entstehungsgeschichte des Arbeitskreises sowie ihre Pläne vor.

Strom-Zapfsäulen werden an der CRS unstalliert.

Wolfgang Fromm, der Vorsitzende der CRS-Elternvertretung verwies auf die Ausstrahlung des Projektes in die Stadt. Das Projekt ist laut Physiklehrer Patrique Fischer in die Fächer des Mint-Bereiches eingebunden. Volker Klös, Geschäftsführer des mit der Realisierung beauftragten Unternehmens Sonneninitiative Marburg, erläuterte das Geschäftsmodell und das Bauvorhaben.

Kritik berechtigt

Landrat Dr. Kubat lobte die Akteure als Vorbilder für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung. Das Engagement der schwedischen Schülerin Greta Thunberg sei ausschließlich positiv zu bewerten und er gebe ihr Recht in ihrer Kritik am zu langsamen Agieren der Politik zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens.

Elektro-Laster der Stadt Bad Arolsen.

Das CRS-Projekt biete jedoch über den Protest hinaus modellhaft Handlungsoptionen an, wie die Umwelt besser gestaltet werden könne.

Auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeite an einem Umstiegskonzept, erklärte Kubat und verwies auf die kürzlich veröffentlichte Studie zur Situation der E-Mobilität in Waldeck Frankenberg und vier weiterer Landkreise. 

Hier gibt es Informationen

Die Initiative veranstaltet am Mittwoch, 3. April, ab 18 Uhr im Filmsaal der CRS einen Infoabend, bei dem Experten von der Sonneninitiative Marburg Bürger informieren wollen, die in die CRS-PV-Anlage investieren oder auf E-Mobilität umsteigen wollen. 

Solarmodule sollen von Schuldach in Bad Arolsen Strom für E-Mobile liefern.

In den Osterferien soll auf den Dächern der CRS eine PV-Anlage installiert werden. Anschließend werden Ladesäulen für E-Fahrzeuge aufgebaut. Schließlich soll der Umstieg auf E-Fahrzeuge unter den Pendlern im Kollegium und in der Schülerschaft vorangetrieben. 

Beteiligung möglich

Das Geschäftsmodell der Sonneninitiative bietet die Möglichkeit, an, Beteiligungen zu erwerben und somit Miteigentümer der Anlage zu werden. Das eingebrachte Kapital könnte eine Verzinsung in Höhe von bis zu 3,5 Prozent erbringen. 

Bei Interesse könnten auch die Kaulbach-Schule und die Berufsschule mit einbezogen werden. Eine solche PV-Anlage würde auf den Dächern der drei benachbarten Schulen bis zu 1000 Kilowatt Peak erzeugen können.

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