Mengeringhausen

Ehemalige Soldaten wollen Garnisonsgeschichte bewahren

- Bad Arolsen (r). „Landen Erinnerungsstücke aus 47 Jahren Bundeswehr auf dem Hagen demnächst auf dem Sperrmüll?“ – Diese Frage stellt der Vorsitzende der Kameradschaft ehemaliger Soldaten/Reservisten/Hinterbliebenen im Bundeswehrverband Bad Arolsen-Wolfhagen, Oberst a. D. Jürgen Damm.

Er richtet diese Frage an alle Bürger, die in der Zeit vom Einzug der ersten Soldaten in die Prinz-Eugen-Kaserne 1961 bis zur Außerdienststellung des Bundeswehrdienstleistungszentrums 2008 die Bundeswehr in der Garnison Mengeringhausen erlebt haben, die mit den Soldaten verbunden waren oder auch von der Kaserne als Wirtschaftsfaktor profitiert haben. Die Frage ergibt sich aus der Lage, dass nach Auflösung der Bundeswehrgarnison Wolfhagen die Kameradschaft ehemaliger Soldaten Bad Arolsen-Wolfhagen die Erinnerungsstücke der Verbände und Einheiten, die auf dem Hagen stationiert waren, übernommen hat und kostenfrei bei einer Firma einlagern konnte. Das wird nur noch kurze Zeit möglich sein. Was soll also mit all den Exponaten geschehen? Da alle Bemühungen, kostenfrei in Mengeringhausen oder Bad Arolsen entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt zu bekommen, gescheitert sind, bewertet Oberst a. D. Damm die Aussicht auf eine 
Lösung, die der Geschichte von 47 Jahren Soldaten und Zivilbediensteten auf dem Hagen zu erhalten, mit sehr gering. – Aber, so Damm: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Die Kameradschaft wendet sich daher an die Bürger der 
Region mit der Bitte, bei der Suche nach einem geeigneten Raum behilflich zu sein. Benötigt werden etwa 100 Quadratmeter, die kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Kontakt: Oberst a. D. Jürgen Damm, Tel/Fax: 05691/4268, E-Mail: juedamm@freenet.de

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