Baugenossenschaft Bad Arolsen kauft letzte Wohnhäuser der Heimstätte

Eigentümer wechselt, Mieter bleiben

Bad Arolsen - Die Baugenossenschaft Bad Arolsen hat ihren Immobilienbestand vergrößert.

Nach längeren Preisverhandlungen vier Mehrfamilienhäuser mit 24 Wohnungen an der Wilhelm-von-Humboldt-Straße von der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / Wohnstadt gekauft. Damit wurde der Bestand arrondiert, die Heimstätte konnte damit die letzten Häuser aus dem Streubesitz in Arolsen veräußern. Weitere Wohnhäuser bestehen noch in Korbach, Wrexen, Volkmarsen und Wolfhagen. Geschäftsführer Volker Schultze konnte bisher schon von der Verwaltung der Baugenossenschaft auf die Häuser blicken, zum 1. Dezember vervollständigen die Gebäude den Bestand auf 98 Häuser mit 604 Wohnungen und insgesamt rund 1200 Bewohnern. Die Betreuung der zu „einem fairem Preis“ neu erworbenen Immobilien erfolgt nunmehr auf kurzem Wege. Die „neuen“ Mehrfamilienhäuser sind 1992 renoviert und wärmegedämmt worden. Langfristig sollen auch an diese Häuser Balkone gebaut werden. „Wenn die Mieter das wollen“, sagt Schultze, schließlich sind solche Arbeiten auch mit Unannehmlichkeiten für die Bewohner verbunden. Bei den Mieterversammlungen in den vergangenen Tagen wurde bekräftigt, dass sich für die Bewohner gegenwärtig nichts ändern werde, die Mieten stabil blieben. Der Zukauf ergebe auch angesichts des Bevölkerungsrückgangs Sinn, sagte der Vorstandsvorsitzende. Der demografische Wandel werde vor allem in den Dörfern spürbar, in den Mittelzentren wie Bad Arolsen werde günstiger Wohnraum weiterhin nachgefragt. Zudem lägen die Häuser in Zentrumsnähe. 1999 und 2001 hat die Baugenossenschaft jeweils vier Häuser von der heutigen Heimstätte (damals Wohnstadt Kassel) gekauft. Zum Vergleich: Die Unernehmensgruppe verfügt über 62 500 Wohnungen in 160 Kommunen. Die letztere größere Investition zur Vergrößerung des Bestands der Baugenossenschaft war 2005 der Amkauf von zehn Häusern mit 68 Wohnungen von einer Privatperson. Die Gebäude an der Pestalozzistraße und der Bodelschwinghstraße werden bis zum Ende des kommenden Jahres alle komplett saniert sein.Die Baugenossenschaft würde gerne neben den kürzlich erworbenen Häusern die noch auf Basis der Erbbaurechts in Privatbesitz befindlichen Flächen zukaufen. Wenn der Genossenschaft Häuser zum Lauf sngeboten werden, prüfen Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam, ob die angebotenen Immobilien zu dem Bestand passen. (ah)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare