CRS-Weihnachtskonzerte machen Adventszeit erst perfekt

Eine Mischung, die mitreißt

Bad Arolsen - Neben Barockfestspielen und Schlosskonzerten hat Bad Arolsen alljährlich noch einen zusätzlichen Musikgenuss zu bieten. Dies bewiesen die musizierenden Schüler der Christian-Rauch-Schule erneut mit ihren Weihnachtskonzerten.

Die vielen neuen Gesichter im Orchester haben der Freude und Konzentration keinen Abbruch getan, mit der die jungen „Musici“ in der Stadtkirche an Kompositionen von Bach, Vivaldi und Mendelssohn Bartholdy, an Film- und Popsongs herangegangen sind. Dass der Spaß an der Musik noch mit einem klangvollen Ergebnis gekoppelt ist, dafür haben die Musikschüler intensiv und zuletzt fast täglich geprobt. Das verlangt auch von den Musiklehrern einen Zeit- und Krafteinsatz, der alles andere als selbstverständlich ist. Ihnen – wie auch den Eltern, die ihre Kinder nebst Cello- oder Posaunenkästen regelmäßig zu den Proben und zurück kutschieren – dankten Anna Marie Heinemann und Maximilian von Künsberg im Namen ihrer Orchesterkollegen. Dutzende von musizierenden Gymnasiasten gaben anschließend alles, um den angekündigten „Höhepunkt des Jahres“ auch zu einem solchen werden zu lassen.

Neben der beeindruckenden Klangvielfalt sorgen die wechselnden Konstellationen auf der „Bühne“ in jedem Jahr aufs Neue für Erstaunen. So fand sich das Blechbläserquartett unter Leitung von Jörg Neurath, das die Eröffnung übernahm, später um sechs Saxophone erweitert im großen Orchester wieder. Mit dem Weihnachtsklassiker „Herbei, o ihr Gläubigen“, und dem traditionellen Abschlusslied „O du fröhliche“ hatte Orchesterdirigent Rainer W. Böttcher in diesem Jahr gleich zweimal doppelt zu tun. Da galt es nämlich zum einen, schwungvoll die Einsätze für seine Musiker zu geben und gleichzeitig das Publikum mit seiner Begeisterung anzustecken und zum Singen zu animieren.

Dies funktionierte, wie es gleichfalls auch den Orchesterklassen und dem Vororchester der Musikschule gelang, mit ihren noch frischen Instrumentalkenntnissen zu beeindrucken. Neben Musiklehrerin Maria Muth und Musikschulleiter Daniel Senft nahmen dafür auch mehrere Oberstufenschüler den Taktstock in die Hand. Da passte es gut, die jugendlichen Helfer der Intensiv-Proben auf Burg Hessenstein erstmals im festlichen Rahmen auszuzeichnen.

Neben großen und kleinen Orchestern und Solisten – die Organisten Thomas Meesters und Lea Gräbe seien hier stellvertretend genannt – traten auch zwei Chöre an. Mit Fußgetrappel und Applaus wurde der „Jingle Bell Rock“ des Unterstufenchors quittiert. Der große Chor, abwechselnd von Steffen Hause und Stefan Rohde geleitet, beeindruckte vielleicht am stärksten mit „Es ist ein Ros entsprungen“. Fast meditativ und feierlich vorgetragen, kam dabei besonders die sonst zahlenmäßig unterlegene Herrenriege zur Geltung. Zweieinhalb Stunden Instrumentalstücke und Gesang: bei dieser mitreißenden Mischung kamen die „Musici“ auch in diesem Jahr nicht ohne ein heftig erklatschtes, zweites „O du fröhliche“ davon. (Sandra Simshäuser)

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