1. WLZ
  2. Waldeck
  3. Bad Arolsen

Einstimmig für neues Stadion am Arolser Tannenkopf

Erstellt:

Von: Elmar Schulten

Kommentare

Blick in das Richard-Beekmann-Stadion von Bad Arolsen. Sämtliche Altbuten sollen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Vor allem aber soll der alte Hartplatz mit Kunstrasen ausgestattet werden.
Blick in das Richard-Beekmann-Stadion von Bad Arolsen. Sämtliche Altbuten sollen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Vor allem aber soll der alte Hartplatz mit Kunstrasen ausgestattet werden. © Elmar Elmar Schulten

Mit einem einstimmigen Beschluss hat das Stadtparlament bei seiner Sitzung am Donnerstagabend im Bürgerhaus die weiteren Planungen für das inklusive Sportzentrum am Tannenkopf auf den Weg gebracht.

Bad Arolsen - Im Gespräch mit den Bauexperten der Oberfinanzdirektion sollen nun die Details geklärt werden, damit im Laufe des kommenden Frühjahrs mit dem Umbau begonnen werden kann.

Bürgermeister Marko Lambion sprach vor der entscheidenden Abstimmung von einem „wichtigen Baustein für den Sport in Arolsen, für die Inklusion und für die Jugend der Stadt“. Gleichzeitig machte der Rathauschef deutlich, dass das neue Stadion nur die baulichen Voraussetzungen für ein Angebot schaffe, das erst durch die ehrenamtlichen Vereinstrainer mit Leben gefüllt werden müsse.

Den zweiten Schritt nicht vergessen

Aus Sicht der CDU-Fraktion erklärte deren Sprecher Uwe Gottmann, dass die Investition, die derzeit noch mit 5,3 Millionen Euro kalkuliert ist, „wichtig und richtig“ sei: Es gehe nicht nur um die Gebäudesubstanz und um die Umwandlung des Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz. Es gehe darum, dass sich Menschen mit Handicap, mit Migrationshintergrund und die Arolser Jugend dort treffen und gemeinsam Sport machen könnten.

Der Bau eines Leistungszentrums für die Jugend auf dem Mengeringhäuser Hagen sei der „logische zweite Schritt“. Beide Investitionen hätten die gleiche Bedeutung wie die Erweiterung der Arobella-Sauna, wie der Umbau des Strandbades am Twistesee und wie die Renaturierung der Thiele-Aue.

Sportzentrum für alle Bürger

FDP-Sprecherin Helga Schlattmann betonte, die Planung überzeuge nicht nur aus funktionaler und praktischer Sicht, sondern sei auch optisch als eine „runde Sache“ einzustufen. Die befürchteten Kostensteigerungen zwängen die städtischen Gremien zu strenger Kostenkontrolle.

Ähnlich äußerte sich der Grünen-Stadtverordnete Dr. Ulrich von Nathusius: „Das wird ein Sportzentrum für alle Bürger, Vereine und Schulen.“ An alle Nutzergruppen werde gedacht.

Kostenentwicklung im Auge behalten

Torsten Reuter von der FWG stellte mit Blick auf einen Leserbrief fest, dass Kostensteigerungen natürlich nicht gottgegeben seien, und versprach: „Wir werden darauf achten, dass nichts aus dem Ruder läuft.“

Aus Sicht der Offenen Liste stellte Elmar Kottenstede fest: „Arolsen hatte lange den Ruf einer Seniorenstadt. Nun aber eröffnen wir ein neues Jugendzentrum, planen einen Skaterpark und dann setzen wir Zeichen mit so einem Sportzentrum, von dem vor allem die Jugend der Stadt profitieren wird.“ Die Kostenobergrenze von 5,3 Millionen Euro werde das Stadtparlament im Auge behalten.

Jetzt beginnt die Ausführungsplanung

Auch die SPD-Fraktion werde dem Projekt zustimmen, erklärte deren Sprecher Ulrich Fiedler. Zunächst gehe es aber nur um die Ausführungsplanung und die Kostenplanung. Erst danach werde das ganze Projekt sichtbar und das Parlament müsse nochmals entscheiden. (Elmar Schulten)

Auch interessant

Kommentare