Zahl der Genehmigungen stark zurückgegangen

Einzige neue hessische Windmühlen stehen bei Landau 

Die beiden Windkraftanlagen der ABO-Wind im Stadtwald bei Landau sind ans Netz gegangen. Es sind die einzigen beiden Windkraftanlagen, deren Bau und Betrieb 2019 genehmigt wurden. Das mithilfe einer Drohne geschossene Foto zeigt eine der Windmühlen, die vom Stadtwerke-Netzwerk Trianel betrieben werden.. Foto: Trianel/Günther Goldstein

Bad Arolsen-Landau – Nach weniger als sechs Monaten Bauzeit hat der Windpark Bad Arolsen mit zwei Windkraftanlagen und einer Gesamtleistung von 6,9 Megawatt (MW) seinen Betrieb aufgenommen.

 Das Besondere: Die beiden Landauer Windmühlen sind die einzigen, die 2019 in Hessen genehmigt und in Betrieb genommen wurden. Die Fachagentur Windenergie verzeichnet für 2018 in Hessen noch einen Zuwachs von 208,2 MW. Darin spiegelt sich ein allgemeiner Trend in Deutschland mit immer weniger Genehmigungen für Windenergieanlagen wider. 

Sie betreiben die Anlagen

Rechtzeitig zu Weihnachten haben die Projektpartner ABO Wind aus Wiesbaden und die Trianel Erneuerbare Energien aus Aachen den ersten Windpark von den Projekten fertiggestellt, die sie gemeinsam verwirklichen wollen und die eine Leistung von insgesamt 182 MW erbringen sollen.

Die Türme der Windkraftanlagen bei Landau ragen bis zu einer Nabenhöhe von 137 Metern auf. Durch die Rotorblätter mit einer Gesamtlänge von jeweils 126 Metern erreichen die Vestas-Windmühlen fast 200 Meter Höhe.

Weniger Anlagen genehmigt

Die Anlagen - ursprünglich waren vier Windmühlen geplant - betreibt die Gesellschaft Trianel Erneuerbare Energien (TEE), eine Kooperation deutscher Stadtwerke.

Im August 2018 wurde die Genehmigung für die zwei Windkraftanlagen des Typs Vestas V 126 vom Regierungspräsidium erteilt. „Trotz der aktuell sehr geringen Genehmigungszahlen für Windkraftanlagen in Deutschland ist es uns gelungen, gemeinsam mit unserem Partner ABO Wind und im Einklang mit der Stadt Bad Arolsen, ein werthaltiges Windparkprojekt zu realisieren“, erklärt Trianel-Projektleiter Thomas Schulte.

Das liefern die Windmühlen

Mit der Vorbereitung der Baufläche wurde im Januar 2019 begonnen. Im Juni 2019 begann der Bau des Windparks. Seit Anfang Dezember drehen sich die Rotoren im Wind. Mit dem produzierten Strom können rund 9000 Menschen versorgt werden.

Der Windpark gehört zum Bestand der TEE, an der 37 Stadtwerke und die Trianel GmbH beteiligt sind und die langfristig in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. Im Rahmen der TEE investieren kommunale Energieversorger gemeinsam mit Trianel bis Ende 2020 rund eine halbe Milliarde Euro in den Auf- und Ausbau des eigenen Bestands an Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit Windkraftanlagen und PV-Freiflächenanlagen in ganz Deutschland.

Das TEE-Portfolio umfasst derzeit 190 MW an Wind- und Solarenergie in acht Bundesländern. Entwickelt werden die Projekte mit verschiedenen Partnern.

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