Viele Streitigkeiten schon im Keim erstickt

Erhöhte Polizeipräsenz beim Viehmarkt von den meisten Besuchern positiv gesehen  

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Polizeisprecher Dirk Virnich zieht eine positive Bilanz der erhöhten Polizeipräsenz beim Viehmarkt: "Viele Streitigkeiten konnten im Keim erstickt werden."

Bad Arolsen. Vier anstrengende und arbeitsreiche Tage liegen hinter den Einsatzkräften der Polizeistation Bad Arolsen. Tatkräftige Unterstützung erhielten die Beamten von anderen Dienststellen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen und der Bereitschaftspolizei.

Insgesamt kam es im Zusammenhang mit dem Viehmarkt zu 18 Strafanzeigen wegen Körperverletzungen. Die Polizei ermittelt hier überwiegend gegen junge Erwachsene, die teils stark alkoholisiert aneinander gerieten.

Drei der Schläger mussten von der Polizei bis zum nächsten Morgen in Gewahrsam genommen werden. Darüber hinaus wurden gegen vierzehn Besucher Platzverweise ausgesprochen. Personen in offenkundig aggressiver Stimmung wurden der Aufenthalt auf dem Festplatz damit verwehrt. Dadurch konnten zu befürchtende Auseinandersetzungen im Keim erstickt werden.

Einige Standbetreiber erlebten Sonntagmorgen eine böse Überraschung. Unbekannte hatten in der Nacht zu Sonntag die Planen von fünf Verkaufszelten zerschnitten und waren so teilweise an die Waren gelangt. Mit den Tätern verschwanden ein Dutzend Ledergürtel und mindestens ebenso viele Armbanduhren. Der Schaden wird auf rund neunhundert Euro geschätzt.

Es kam auch wieder zu sexuellen Übergriffen gegenüber jungen Frauen im Bereich der Reithalle.

Am frühen Samstagmorgen, gegen 1.40 Uhr wurde eine 17-jährige Frau von einem Unbekannten in anstößiger und beleidigender Art und Weise angesprochen. Als die junge Frau dem Mann ihre Ablehnung zeigte, bekam sie von dem Unbekannten eine Ohrfeige bevor er in der Menge verschwand. Diese Person wird als 25-30 jähriger, dunkelhäutiger und dunkel gekleideter Mann beschrieben.

Kurz darauf wurde eine 24-jährige aus dem Schwalm-Eder-Kreis von drei Männern bedrängt. Das ließ sich die couragierte Frau nicht gefallen und setzte sich zur Wehr. Ein Täter wird beschrieben als 1,75 Meter groß, schlanke Statur, dunkle Hautfarbe und kurze schwarze Haare.

Ein dritter, ähnlicher Vorfall ereignete sich am Sonntagmorgen gegen 4 Uhr in der Fürstenallee, wo eine 27-jährige Frau kurz vor Erreichen des Braunser Weges von zwei Männern angemacht wurde und mit ihnen in Streit geriet.

Die junge Frau setzte sich dem Drängen der Männer erfolgreich zur Wehr. Die Angreifer flüchteten. Der eine der Männer war Ungefähr bis zu 1,80 Meter groß, dunkelhäutig mit kurzen lockigen Haaren, schlanke Gestalt. Auf einem Arm befand sich ein dunkler Fleck, möglichweise ein fingergroßer Leberfleck. Der zweite Mann war etwas größer, von kräftiger Statur, eventuell etwas mollig, hellhäutig, vermutlich Deutscher. Er trug eine helle Jeans.

An zwei parkenden Autos im Braunser Weg wurden die Außenspiegel an der Beifahrertür abgetreten. Die Polizei ist hier auf der Suche nach einer Gruppe junger Leute. Einer der später flüchtigen Täter soll ein auffällig grünes T-Shirt getragen haben. Der Sachschaden wird hier auf 300 Euro geschätzt.

Die erhöhte Polizeipräsenz führte auch zu zwei Festnahmen. In der Nacht zu Sonntag konnten nach Personenkontrollen zwei Haftbefehle vollstreckt werden. 

Polizeisprecher Dirk Virnich: "Die Resonanz auf die deutlich wahrnehmbare Polizeipräsenz fand bei den Festbesuchern insgesamt durchweg Anerkennung. Die Besucher fühlten sich sicher. Ein Indiz dafür, dass das angepasste Sicherheitskonzept für diese Großveranstaltung erfolgreich greift."

 Hinweise zu den genannten Täterbeschreibungen bitte an die Polizeistation Bad Arolsen, Tel.: 05691-9799-0; oder bei jeder anderen Polizeidienststelle. (r)

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