Geschichtsfreunde pflegen das Heimatmuseum und laden zum Mitmachen ein

Erinnerung an harte Feldarbeit

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Volkmarsen - Traktoren der Vierziger- und Fünfzigerjahre, einen Dreschkasten und viel Wissenswertes aus der Heimatgeschichte hat der Geschichts- und Heimatverein Volkmarsen zum Tag der offenen Tür präsentiert.

Die Erlebnis-Ausstellung mit kundigen Landmaschinenexperten, Speis und Trank, ist Teil des neuen Konzepts, mit dem die Geschichtsfreunde Verein und Museum verstärkt in das Bewusstsein der Stadt rücken wollen.

Mitgliederzahl gestiegen

Damit geht der verjüngte Vorstand mit Elan sein Ziel an, Kulturgut zu bewahren sowie Geschichte und Traditionen weiterzuvermitteln. Mit neuen Aktivitäten will der Verein zudem neue Mitglieder gewinnen.

„In diesem Jahr wollen wir vor allem bekannter machen, was in Museum und Ausstellung zu sehen ist. Ab nächstem Jahr sind dann neue Öffnungszeiten geplant“, erklärt Johannes Müller. Seit vergangenem März führt der Udorfer den Verein als Vorsitzender an und hat seither schon kräftig die Werbetrommel gerührt.

Die Zahl der Mitglieder sei bereits wieder auf rund 100 Personen gestiegen, berichtet Müller. Als besonders erfreulich verzeichnet es der Vorstand, dass einzelne „Neuzugänge“ mit ihrem Beitritt historische Ausstellungsstücke beigesteuert haben.

Dreschmaschine aufmöbeln

So freut sich der Verein etwa über die gut erhaltene Motor-Dreschmaschine „Glückauf“ der Firma Bergmann, die laut Aufdruck in Sütterlinschrift 1935 „den 1. Preis auf der zweiten Reichsnährstands-Ausstellung in Hamburg“ erzielt hat. Um die historische Ausstellung zu komplettieren, gesellten die Geschichtsfreunde dem Dreschkasten einen passenden Motorwagen hinzu, der zum Antrieb ähnlicher Maschinen diente.

Die Begeisterung für ihre alten „Schätzchen“ im landwirtschaftlichen Museum, zu denen auch eine Sammlung alter Lanz- und Deutz-Traktoren gehört, ist den Vereinsmitgliedern deutlich anzumerken. Vor allem die alte Dreschmaschine soll wieder zum Laufen gebracht werden, denn zur Erntezeit im September ist bereits der nächste große Ausstellungstag in der Kasseler Straße 6 geplant.

Auch der befreundete Verein „Rückblende - Gegen das Vergessen“ wird dann wieder seine Tore öffnen. „Wir werden alles daransetzen, mit der Maschine ein Dreschfest zu machen“, bekräftigt Manfred Waikinat, der mit Rat und Tat zur Restaurierung der landwirtschaftlichen Maschinen beiträgt.

Schulklassen einladen

Ein weiteres Vereinsziel ist es, die junge Generation an die Heimatgeschichte heranzuführen. „Dabei spielt der Erlebnisfaktor eine Rolle“, weiß der stellvertretende Vorsitzende Karl Nitzge. Dazu will man verstärkt Schulklassen einladen und den Volkmarser Schulen ermöglichen, ihre Projektwoche im Museum umzusetzen. So dürfte der Verein auch seinem Ziel, die Mitgliederzahl deutlich zu erhöhen, ein Stück näherkommen.

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