Bad Arolsen

Erste Strom-Tankstelle in Waldeck-Frankenberg

- Bad Arolsen (-ah-). Die erst Stromtankstelle in Waldeck-Frankenberg nahm das Energieversorgungsunternehmen EWF an dem Freizeitbad Arobella in Bad Arolsen in Betrieb. Derweil wird unter Hochdruck an einem möglichen Windpark unter Regie der EWF gearbeitet.

Flott und kaum hörbar parkte der 40 000 Euro teure Stromos vor dem Arobella ein. Sodann nahmen EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller , Landrat Dr. Reinhard Kubat und Bürgermeister Jürgen van der Horst gemeinsam die so genannte E Tanke in Betrieb. Bürgermeister van der Horst bekam vom Kooperationspartner EWF zugleich die Stromtankkarte Nummer eins in Empfang. Zwar verfügt er - im Gegensatz zu dem mit einem E-Roller ausgestatteten Landrat Dr. Reinhard Kubat - nur über einen Pkw mit Verbrennungsmotor, doch erklärte er, die Stadt prüfe die Anschaffung eines strombetriebenen Fahrzeugs.

Für Besucher der Stadt stelle das Gästezentrum bereist Elektrofahrr#der zur Verfügung. Zudem sei die Kommune an mehr Energieeffizienz und einem CO 2-neuralen Verbrauch von Energien und damit verbunden am verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger interessiert.

Landrat Dr. Reinhard Kubat berichtete, dass nach Bad Arolsen auch die Mittelzentren Korbach und Bad Wildungen sowie die zum Versorgungsbereich der EWF zählende Domstadt Fritzlar demnächst mit Stromtankstellen ausgerüstet werden sollen. Der Kreis Waldeck-Frankenberg habe einen strombetriebenen Pkw Kombi in Auftrag gegeben, der für Kurierfahrten eingesetzt werden soll. Kubat schätzt, dass nicht zuletzt in Anbetracht voraussichtlich sinkender Anschaffungspreise die Zahl der E-Mobile zunehmen werde. Die fast lautlos rollenden Autos seien mit ihren geringen Fahrgeräuschen und dem "starken Anzug" beim Anfahren gewöhnungsbedürftig, schließlich würden sie von anderen Verkehrsteilnehmern nicht sofort wahrgenommen.

Seit sechs Wochen Besitzer eines E-Rollers mit 70 bis 100 Kilometer Reichweite, wisse er, wie die Fahrzeuge genutzt werden können - und was es bedeutet, ohne "Saft" plötzlich nicht mehr fahren zu können. Bei einer Spritztour zum Edersee war das Zweirad stehen geblieben. Zwar gibt es die Möglichkeit, an jeder Steckdose nachzuladen, doch das dauert bis zu neun Stunden. Genau hier setzen die Vorteile einer E Tanke an: Hier können die Akkus innerhalb von zwei Stunden aufgeladen werden - so lange, wie etwa ein Aufenthalt im nahe gelegenen Freizeitbad Arobella dauert. Mehr lesen Sie dazu in der Ausgabe am 3. Juni 2011.

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