3,35 Millionen Euro eingeplant

Erster Anstoß in neuem Fußballzentrum Mengeringhausen im Juli 2024

Jugendspieler des TuSpo Mengeringhausen auf dem Rasenplatz an der Hagenstraße. Ab 2024 bekommen sie bessere Trainingsbedingungen in dem geplanten Sportzentrum.
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Jugendspieler des TuSpo Mengeringhausen auf dem Rasenplatz an der Hagenstraße. Ab 2024 bekommen sie bessere Trainingsbedingungen in dem geplanten Sportzentrum.

In Mengeringhausen entsteht an der Hagenstraße bis 2024 für 3,35 Millionen Euro ein neues Fußballzentrum.

Arolsen Mengeringhausen – Das Spielfeld knochentrocken und der von Maulwürfen untergrabene Trainingsplatz unbespielbar - für 3,35 Millionen Euro soll auf dem Sportgelände an der Hagenstraße Mengeringhausen ein Fußballleistungszentrum entstehen. Nun beginnt zeitraubende Planungsarbeit, in der ersten Juliwoche 2024 soll Einweihung sein.

Noch viel Planungsarbeit

Diesen Termin teilte Bürgermeister Jürgen van der Horst gestern im Gespräch mit Vertretern des TuSpo Mengeringhausen, der Bundestagsabgeordneten Esther Dilcher und Sportkreisvorsitzendem Uwe Steuber mit.

Bis zum Baubeginn im Frühjahr 2022 und dem ersten Anstoß auf dem grünen Rasen müssen noch einige Gespräche geführt und Pläne unter Regie des Projektzentrums Jülich gezeichnet werden. Esther Dilcher wünschte sich eine einfachere Prozedur für antragstellende Kommunen.

Optimale Bedingungen

Der Leiter der Fußballabteilung, Karsten Hohmann, Jugendleiter Christoph Klein und nicht zuletzt die Betreuer, Trainer und Fußballer freuen sich, dass sie in absehbarer Zeit ein neues Sportzentrum bekommen, dass sie in Spielgemeinschaften mit den Vereinen der Umgebung nutzen können. Zusammen mit dem ebenfalls geplanten Umbau des Bad Arolser Stadions am Tannenkopf bekämen die Fußballer eine optimale Doppellösung, so Hohmann.

Mit der 90 Prozent Fördersumme des Bundes werde ein hoher Wirkungsgrad für die Region erreicht, erklärte Bürgermeister Jürgen van der Horst. Es werde nicht mehr Sportplätze, aber eine Optimierung der Spiel- und Trainingsmöglichkeiten geben. Dabei werde in Bad Arolsen ein zusätzlicher Schwerpunkt bei der Inklusion im Behindertensport gesetzt.

Keine zusätzlichen Plätze

Mitte März 2020 hat der Haushaltsausschuss des Bundestages aus dem gleichen Förderprogramm 3,8 Millionen Euro für ein „Inklusives Sportzentrum“ auf dem Areal des jetzigen Richard-Beekmann-Stadions bewilligt. I

In Mengeringhausen sind ein neuer Rasenplatz für die Spiele und ein Kunstrasengelände für den intensiven Trainingsbetrieb mit einer Fluchtlichtanlage geplant. Um die Wünsche für den Spielbetrieb bestens berücksichtigen zu können, wurde eine Grundstücksparzelle in Richtung Viehverwertung in diesem Jahr von der Stadt erworben.

Zu trocknen und zu holperig

Wie schwierig die Bedingungen in Mengeringhausen sind, beschrieb Karsten Hohmann, Leiter der Fußballabteilung: So ist der Fußballplatz, der ursprünglich für den Sportbetrieb der Bundeswehr gebaut wurde, mit so einer wirkungsvollen Drainage ausgerüstet, dass der Rasen besonders bei regenarmen Sommern bewässert werden musste.

Das habe dazu geführt, dass einmal der Hochbehälter an der Warte durch eine starke Nutzung leergelaufen sei. Seitdem werde auf ein weiteres Beregnen verzichtet. Der vom Verein selbst angelegte Kleinfeldplatz sei dagegen eher feucht und inzwischen durch Maulwürfe und Wühlhäuse so untergraben, dass das Gelände nicht mehr für den Spielbetrieb geeignet sei.

Weiterer Bedarf im Landkreis

Sportkreisvorsitzender Uwe Steuber hob hervor, dass zur Optimierung der Spiel- und Trainingsbedingungen mithilfe von Fördermitteln nur Schwerpunktinvestitionen sinnvoll seien. Wünschenswert seien entsprechende Fördergelder in Diemelsee, Korbach und Frankenberg.

Was in Mengeringhausen als Leistungszentrum Jugendfußball Nordwaldeck vorgesehen ist, kommt den Vereinen in den umliegenden Kommunen zugute, mit denen der TuSpo als mitgliedsstarker Verein Spielgemeinschaften bildet.

Viele Fahrten zum Training

Allein beim TuSpo trainieren pro Woche 360 Fußballer und sind 165 im Spielbetrieb aktiv. Um trainieren zu können, müssen die Fußballer mit ihren 26 Betreuern und Trainern beim TuSpo und weiteren sechs externen Trainern auf Sportplätze in Arolser Stadtteile, nach Volkmarsen und nach Berndorf ausweichen.

Nur sehr eingeschränkt nutzbar ist der Hartplatz an der Stadthalle, und die Sporthalle ist für den Winterbetrieb auch nur begrenzt nutzbar.

Betreuer hoch motiviert

Die Betreuer und die Spieler seien trotz der vielen Fahrten hoch motiviert, sagt Jugendleiter Klein. Zudem lasse sich das Niveau der Jugendteams sehen, die bis zur Gruppenliga und auch in Südhessen spielten.

Geplant ist auch ein größeres Sportlerheim mit mehr Umkleiden und größeren sanitären Anlagen. Darüber hinaus entsteht ein größerer Parkplatz. (Armin Haß )

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