Photovoltaikanlage auf CRS Bad Arolsen 

Erstmals im Landkreis: Strom von Schuldächern

Blick von der Drehleiter der Arolser Feuerwehr auf Teile der PV-Anlagen auf der Schule.

Bad Arolsen – Die erste Sonnenstromanlage, die eine Schule im Landkreis komplett mit Elektrizität versorgt und noch Überschüsse produziert,wurde gestern Mittag offiziell eingeweiht.

Die als Bürgerkraftwerk unter der Regie des Vereins Sonneninitiative Marburg konzipierte PV-Anlage wird demnächst fertiggestellt und liefert dann Strom aus Modulen, die von 14 Eigentümern aus Deutschland finanziert wurden.

Blick von der Drehleiter der Arolser Feuerwehr auf Teile der PV-Anlagen auf der Schule.

Die Hälfte der Kapazität von 250 kWp entspricht dem Verbrauch von 35 Haushalten und versorgt die Schule selbst. Überschüsse nimmt die Energie Waldeck-Frankenberg ab. Der Kreis als Vermieter der Dachflächen an die Sonneninitiative wird somit auch erheblich entlastet bei den Betriebskosten. Für eine Machbarkeitstudie hat der Landkreis rund 6000 Euro aus dem Topf für Regionalentwicklung beigesteuert, wie Fachdienstleiter Dr. Jürgen Römer berichtete.

"Jeder kann was für  Planeten tun"

Landrat Dr. Reinhard Kubat lobte den Einsatz des mit Lehrern, Schülern und Eltern besetzten Arbeitskreises „Grüne CRS“, der das Projekt angestoßen hat: „Hier wird deutlich, wie jeder an seiner Stelle etwas für unseren Planeten tun kann.“

Bürgermeister Jürgen van der Horst: „Ein tolles Projekt, auch wenn es zwischendrin einigen Frust gab.“ Die PV-Anlage passe in die Strategie der Stadt beim Klimaschutz. Gemeinsam mit dem Kreis werde die Kommune das Thema E-Mobilität vorantreiben. Die Stadt habe selbst zunächst nach viel Gegenwind die Windkraftanlagen im Stadtwald ermöglicht und die Entwicklung von Solaranlagen unterstützt.

E-Mobilität auf zwei Rädern: Messe an der der Christian-Rauch-Schule am Ende der Projektwoche.

Lars Mikloweit von der „Grünen CRS“: „Wir haben einen Meilenstein erreicht, der uns alles bedeutet hat.“ Schließlich bedeuteden Schülern Umweltschutz sehr viel und sei ihnen wichtig, „wie wir die Erde hinterlassen“. Dazu seien weiter Ideen gefragt und Konktinuität in dem Arbeitskreis, auch wenn Schüler die CRS nach dem Abitur verließen.

Der "Motor" des Projektes

Als „Motor“ habe Lehrer Werner Sostmann die Thematik in den vergangenen dreieinhalb Jahren mit dem Arbeitskreis vorangebracht, sagte Wolfgang Fromm vom Elternbeirat Dass 14 von 20 Arbeiten der gestern beendeten Projektwoche sich mit dem Umwelt befassen, sei auch diesem Engagement zu verdanken.

Für das Projekt seien einige Hürden in der Verwaltung genommen worden, jedoch sei der Landrat von der Idee überzeugt, stellte Volker Klös fest, der Geschäftsführer der Sonneninitiative, die Bau und Betrieb organisiert. Er freue sich, wenn auch die Nachbarschulen von dem Konzept überzeugt werden könnten. Es sei wichtig, die Zukunft zu gestalten, ohne Energie zu rauben und den Ausstoß von Kohlendioxid zu vermeiden. 

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