Twistesee

Eskimorolle und andere Tricks von den Inuit abgeschaut

- Bad Arolsen-Wetterburg (-es-). Die Eskimorolle im Kajak ist kein ein artistisches Kunststück, sondern überlebenswichtig für alle, die mit dem wendigen Einsitzer in rauher See unterwegs sind. Der Twistesee allerdings präsentierte sich zum Saisonstart bei Bilderbuchwetter beinah spiegelglatt. - Ein Tag wie geschaffen für eine Bootstaufe und den Test der neu gebauten Kajaks

Der Volkmarser Revierförster ist seit 21 Jahren passionierter Bootsbauer. Er war tatkräftiger Unterstützer und Ideengeber für den Bau eines Umiak durch Schüler der Christian-Rauch-Schule im vergangenen Jahr. Doch während die geräumigen Umiaks so etwas wie Lastkähne der Inuit sind, stellen die deutlich kleineren und wendigeren Kajaks höhere Anforderungen an die Beweglichkeit ihrer Nutzer. Hakola Dippel und sein Sohn Andreas haben inzwischen die Eskimorolle so oft praktiziert, dass ihnen die Bewegungsabläufe in Fleisch und Blut übergegangen sind. Die meisten ihrer Gefährten beim Kajakbau müssen da noch fleißig üben. Handwerklich jedoch sind die Kajakfreunde schon längst perfekt. In monatelanger Kleinarbeit haben sie zunächst die Holzgerippe ihrer Boote geformt. Die Funktiontüchtigkeit hängt jedoch entscheidend von der Bespannung ab. Während die Inuit ursprünglich robben- oder Walros-Felle für Boote verwendeten verwenden ihre europäischen Kollegen wahlweise Lkw-Plane, mit Ölfarbe imprägniertes Segeltuch oder ganz neu: Nylongewebe mit PU-Beschichtung. Wichtig ist, dass die ganz Konstuktion flexibel und dicht ist.

Die schönsten Fotos von Bootstaufe und Eskimorolle finden Sie in dieser Bildergalerie.

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