Mengeringhausen

Fachwerkstadt wurde zur Garnison

- Bad Arolsen-Mengeringhausen (-es-). Das Wiedersehen der alten Recken hatte etwas von Klassentreffen: Weißt du noch? - Wie hieß der noch? - Was macht der jetzt? 50 Jahre nach ihrem Einzug in die frisch errichtete Prinz-Eugen-Kaserne auf dem Mengeringhäuser Hagen haben sich am Sonntag sechs ehemalige Artilleristen in der Gaststätte Torschänke getroffen und an ihren Umzug von Niederlahnstein in die neue Garnisonsstadt Mengeringhausen erinnert.

Organisiert hatte das Treffen der Ehemaligen des Feldartilleriebataillons 45 der Oberleutnant a. D. Hellmut Kappeler. Er war es auch, der die historischen Zusammenhänge aufge-listet hatte: Entstanden war das Bataillon aus dem Feldartillerieregiment 2, das am 1. Juli 1956, also nur elf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in der Kasseler Wittich-Kaserne aus Unterführern und Mannschaften des Bundesgrenzschutzes neu aufgestellt worden war. Stadt wuchs kräftig Politisch war der Gründung der Bundeswehr der Beitritt der Bundesrepublik zur NATO 
vorausgegangen. Bereits am 30. Juli 1956 wurde das Bataillon mit der Bezeichnung I./Feldartillerieregiment 2 von Kassel nach Niederlahnstein an den Rhein verlegt, wo bald darauf die ersten Rekruten eintrafen. Im Zuge der Umgliederung des Heeres und der zweiten Panzergrenadierdivision wurde 
das Artilleriebataillon der Panzerbrigade 4 in Göttingen 
unterstellt und in Feldartille-riebataillon 45 umbenannt. Als der Bau der Prinz-Eugen-Kaserne in Mengeringhausen abgeschlossen war, wurde das Bataillon am 7. November 1961 von Niederlahnstein ins Waldecker Land und damit näher an den Brigadestab verlegt. Von den 
etwa 400 Zeit- und Berufssoldaten sowie Wehrpflichtigen auf zwölf Monate hatten etwa 250 ihre Familien mit nach Mengeringhausen gebracht. Damit wurden neue Wohngebiete, Arbeitsplätze, Schulklassen und Kindergartenplätze benötigt. Die Einwohnerzahl der Stadt Mengeringhausen stieg rasch von 2411 auf 3103 an. Die neue Garnisonsstadt nahm die Herausforderung an und begrüßte die Soldaten freundlichen in ihren Mauern. Allerdings gab es auch kritische Stimmen gegen die Bundeswehr. 1972 wurde aus dem 
Feldartilleriebataillon 45 das Panzerbataillon 45.

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