Einkaufsführer erschienen

Fairer Handel in Bad Arolsen bietet Hilfe zur Selbsthilfe

Bei Händlern und gastronomischen Betrieben in Bad Arolsen gibt es Fair Trade-Produkte: Der erste Einkaufsführer ist herausgegeben worden. Von rechts: Stadtrat Dietmar Danapel, Touristik-Service-Leiter Wi lhelm Müller, Beatrix Broeker (Steuerungsgruppe) und Tobias Rückschloß, Touristik-Service. Foto: Armin Hass

 Bad Arolsen – Als Fair Trade-Stadt präsentiert sich Bad Arolsen seit Ende Oktober. Nun erscheint der erste Einkaufsführer, in dem sich gut 30 Betriebe, Vereine, Schulen und Kirchengemeinden mit diversen Angeboten präsentieren.

„Gesucht haben wir nach mindestens zwei Gaststätten und vier Einzelhändlern. Aber wir haben viel mehr gefunden, die mindestens zwei Erzeugnisse mit dem Fair Trade-Zeichen anbieten wollen“, berichtet Beatrix Broeker, Sprecherin der Steuerungsgruppe der Stadt Bad Arolsen über die unerwartet positive Reaktion.

Zeichen setzen und handeln

Das sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Zertifizierung durch den Verband gewesen, der Bad Arolsen für zwei Jahre als Fair Trade-Stadt ausgezeichnet hat. Das Engagement soll an den Ortseingängen durch Schilder, auf der Homepage der Stadt und nicht zuletzt bei den teilnehmenden Betrieben kenntlich gemacht werden.

Der Arolser Aufkleber trägt das Fair Trade-Zeichen und eine stilisierte Abbildung des Barockschlosses.

Vielseitiges Angebot

Das Angebot erstreckt sich nicht nur über Kaffee, Tee, Schokolade oder Zucker, sondern umfasst auch Tomaten, Blumen und Bananen oder Kinderkleidung, Bettwäsche, Stoffe und demnächst auch neue Schals, die die Eine Welt-Gruppe aus Nepal anbietet.

2500 Einkaufsführer liegen in den teilnehmenden Betrieben aus und werben zusätzlich für Einkäufe von fair gehandelten Erzeugnissen. Wichtige Kennzeichen sind menschenwürdige Arbeitsbedingungen, Verzicht auf Kinderarbeit, auskömmliche Löhne und Beiträge zum Klimaschutz.

Lebensverhältnisse verbessern 

„Durch Produkte aus fairem Handel werden keine Spenden gemacht, sondern wird Hilfe zur Selbsthilfe und damit zu einer Verbesserung der sozialen Verhältnisse in den Ländern geleistet“, stellt Beatrix Broeker fest.

Bei der Veranstaltung der Aro-Karte „Bad Arolsen blüht auf“ am kommenden Sonntag wird mit Produkten für fairen Handel geworben, beim Markt am Schloss und im ersten Halbjahr noch beim Sonntag in der Barockstadt.

Aktionen in Schulen und Kindergärten

Um die Fair Trade-Idee weiter zu verbreiten, sind Aktionen mit Schulen und Kindergärten vorgesehen, Informationsmaterial stellt dafür etwa der Verband Transfair zur Verfügung. Bei einem Treffen der miteinander vernetzten Fair Trade-Unterstützer und Kommunen in Hofheim sollen auch die überörtlichen Aktivitäten abgesprochen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare