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Ehrenpatenschaft des Bundespräsidenten für Xenia Reimann in Bad Arolsen

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Von: Armin Haß

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Eine Ehrenpatenschaft hat der Bundespräsident für das siebte Kind der Familie Reimann, für die gerade neun Monate junge Zenia (auf dem Arm von Mutter Janine), übernommen. Die Urkunde übergab Bürgermeister Marko Lambion, rechts. Auf dem Bild, von links: Vanessa-Sophie, Adrian, Leon, Steve, Mike und Dirk Reimann mit Finley.
Eine Ehrenpatenschaft hat der Bundespräsident für das siebte Kind der Familie Reimann, für die gerade neun Monate junge Xenia (auf dem Arm von Mutter Janine), übernommen. Die Urkunde übergab Bürgermeister Marko Lambion, rechts. Auf dem Bild, von links: Vanessa-Sophie, Adrian, Leon, Steve, Mike und Dirk Reimann mit Finley. © Armin Haß

Für die neun Monate junge Xenia Reimann hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Ehrenpatenschaft übernommen. Sie ist das siebte Kind von Janine und Dirk Reimann

Bad Arolsen – Das ist neben der deutschen Staatsbürgerschaft eine Voraussetzung dafür, dass das Staatsoberhaupt die symbolische Patenschaft auf Antrag aus der Wohngemeinde übernimmt. Im vorigen Jahr waren es 414 Kinder.

Zeichen der Wertschätzung

Die jungen Eltern sind schon ganz schön stolz auf den prominenten Patenonkel. Und Bürgermeister Marko Lambion freute sich über diese seltene wie erfreuliche Amtshandlung, die Übergabe der Patenschaftsurkunde nebst Geldgeschenk und einem kleinen Präsent der Stadt , ein Wasserspiel, das in diesem Sommer ausgiebig getestet werden dürfte.

„Wir brauchen eine kinderfreundliche Gesellschaft, da ist eine solche Patenschaft ein Hinweis darauf, wie wichtig Kinder sind und dass sie Wertschätzung benötigen“, sagte Lambion. „Kinder sind Zukunft, und hier ist es siebenmal Zukunft.“

Raus aus der Großstadt

Die Familie Reimann ist erst im Februar nach Helsen gezogen. Vorher lebten sie in Hamburg. Für eine so große Familie bietet die Hansestadt deutlich mehr Attraktionen, sie ist aber auch, allein im Hinblick auf die Mieten, ziemlich teuer.

Die Reimanns - er stammt aus Hamburg, ihre Mutter stammt aus Schweden - waren einmal zu Besuch im Waldecker Land und fassten schnell den Entschluss, hierhin zu ziehen. Die Miete ist das eine Argument. Die reizvolle, ländliche und ruhigere Gegend mit für junge Familien passenden Angeboten an Kinderbetreuung und Schulen ist ein weiteres Plus, auch wenn einige Kilometer zu den Schulen nach Mengeringhausen und Korbach zurückgelegt werden müssen.

Beide Eltern arbeiten

Nicht zuletzt konnte Dirk Reimann schnell einen neuen Vollzeitberuf im Diemel-Baumarkt bekommen, seine Frau ist abends in der Gastronomie als Kellnerin tätig und trägt ebenfalls zum Familieneinkommen bei.

Sie äußerten sich im Gespräch mit Bürgermeister Lambion „wunschlos glücklich“. Der Vermieter, der im gleichen Haus wohnt, hat ein offenes Ohr für die Eltern.

Schnell Anschluss gefunden

Die Familie hat schnell Anschluss in der Nachbarschaft gefunden. Mit einer Nachbrin hat Janine Reimann einen kleinen Kartoffelacker angelegt, Erdbeeren und Beerensträucher tragen im Rahmen des Gartenprojektes mit zur Selbstversorgung bei, noch mehr aber dazu, in der Region Wurzeln zu schlagen.

Das Familienleben ist schon eine große Herausforderung für die Eltern, aber auch für die Kinder, die mit eingespannt werden in die Organisation des heimischen Lebens und immer wieder auch Rücksicht auf die Brüder oder Schwestern nehmen müssen. Die Mutter übernimmt am Vormittag die Einkäufe, Besuche beim Arzt und andere Aufgaben.

Gute Organisation

Am Nachmittag stehen Hausaufgaben und sportliche Aktivitäten auf dem Programm. Fußball steht bei allen oben an, kein Wunder bei einem fußballbegeisterten Vater. Auch die 13-jährige Vanessa-Sophie kickt gerne und würde sich einer Mädchen-Mannschaft anschließen.

Angesichts der Belastung die bei aller Harmonie und Mitarbeit der Kinder nicht zu verleugnen ist, kommt der Nachmittagsbetreuung der Kinder in Kindertagesstätten und Schule besondere Bedeutung zu.

Gewagter Sprung

„Es war schon ein gewagter Sprung“, räumt Dirk Reimann ein. Doch fühle sich die Familie schon sehr wohl in Helsen. Dazu gehört übrigens auch ein sieben Jahre alter Kater, der aber ausschließlich drinnen in der Wohnung gehalten wird.

In diesen Tagen haben sich die Reimanns einen Kleinbus angeschafft , der genügend Platz für alle Neun bietet. Damit geht es in Kürze zum Urlaub nach Dänemark. (Armin Haß )

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