Familienschicksale online recherchieren

Arolsen Archives arbeiten mit Ahnenforscher-Portal Ancestry zusammen

Eine junge Frau blickt auf ein Laptop mit digitalisierten Personalkarten von Arolsen Archives. Im Hintergrund die ursprünglichen Karteikarten in langen Regalreihen.
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Online-Recherche: Ein Großteil der Akten von Arolsen Archives ist jetzt online einsehbar. Das erleichtert die Klärung von Familien-Schicksalen.

Die Online-Plattform für Ahnenforschung und DNA-Genealogie Ancestry arbeitet mit den Arolsen Archives zusammen und ermöglicht die digitale Suche in historische Daten aus der nationalsozialistischen Zeit.

Bad Arolsen - Die Aufzeichnungen wurden jetzt online veröffentlicht, um sie allen Betroffenen und Interessierten zugänglich zu machen. Sie sind der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. Unter www.ancestry.de können Interessierte nach einer kostenlosen Registrierung gebührenfrei recherchieren.

Für das Projekt gewährten die Arolsen Archives Ancestry den Zugang zu ausgewählten Dokumenten. Mehr als 13 Millionen Einträge mit Namen und Daten zu mehr als 2,2 Millionen Menschen wurden digitalisiert. Diese Dokumente gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Listen digitalisiert

Die Digitalisierung der Daten macht es möglich, die Dokumente zur Verfolgung im Dritten Reich und zum Holocaust gezielt nach Namen von angehörigen zu durchsuchen. Außerdem sind Staatenlose aufgeführt, die in besetzten Gebieten verfolgt wurden. Zusätzlich ist die Recherche in Passagierlisten möglich, die über Emigration nach 1945 informieren.

Enthalten sind die Daten zu Holocaust-Überlebenden und ehemals NS-Verfolgten, die aus Deutschland und anderen europäischen Staaten in die Emigration gingen. Die Sammlung umfasst insbesondere: Registrierung von Ausländern und verfolgten Deutschen (1939-1947) in Europa: Register von Personen mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit, die in Deutschland und in den vom Deutschen Reich besetzten Gebieten lebten, Staatenlosen und deutschen Juden.

Vertrauenswürdige Partner

Digitalisiert wurden außerdem Passagierlisten von Flüchtlingen und Displaced Persons (1946-1971) für Afrika, Asien und Europa. „Wir sind stolz darauf, mit Ancestry an diesem wichtigen Projekt zu arbeiten“, sagt Floriane Azoulay, Direktorin der Arolsen Archives. „Sie waren ein respektvoller und vertrauenswürdiger Partner. Gemeinsam haben wir Barrieren verringert für Menschen, die Informationen über ihre Familien suchen. Angesichts dessen, dass täglich die Zahl der noch lebenden Holocaust-Überlebenden kleiner wird, ist es wichtiger denn je, dafür zu sorgen, dass diese Aufzeichnungen über ihre Vergangenheit weiterleben.“

„Diese Datensammlung wird den Menschen weltweit helfen, mehr über das Ausmaß des Holocaust zu erfahren, über die, die ihn durchlitten haben, und über diejenigen, die ermordet wurden“, sagte Howard Hochhauser, Chief Financial Officer und Chief Operating Officer bei Ancestry.  red

Weitere Informationen sind online verfügbar: www.ancestry.de und www.arolsen-archives.org

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