Montag Königsschießen in Hesperinghausen angesagt

Farbenfroher Festzug

Hesperinghausen - Mit einem großen Festzug krönten die Hesperinghäuser Schützen den zweiten Tag ihres Heimatfestes. Montag steht das Königsschießen an.

An ein denkwürdiges Schützenfest wurde bei den Ehrungen während des Kommersabends am Samstag in der bunt geschmückten Schützenhalle erinnert: „Ein mutiger Schütze schoss 1951 den Vogel ab, ging aber stiften, weil er nicht König werden wollte“, berichtete der amtierende Vorsitzende Wilfried Lamotte schmunzelnd. Das sei dann die Chance für Fritz Iske gewesen, der die dann auch mit der Armbrust umsetzte und schließlich die Regentschaft übernehmen durfte. Zum 60. Königinnenjubiläum wurde am Samstagabend daher Friedel Iske geehrt. Elfriede Hedtmann ist vor 50 Jahren Königin geworden, konnte aber aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Ehrung in die Schützenhalle kommen. Zum 25. Male jährt sich die Übernahme der Königinnenwürde für Bärbel Lepper, und vor 25 Jahren wurde Bernd Brücher Vizekönig. Er fertigt seit geraumer Zeit die Vögel für das Königsschießen an. Für 25-jährige Arbeit im Vorstand wurde Siegfried Vogel geehrt, und der bei der Jahreshauptversammlung von seinem Posten verabschiedete ehemalige Schriftführer Gerd Dietrich wurde ebenfalls gewürdigt. Er hat dieses Amt über 30 Jahre wahrgenommen. Unter dem Kommando des Hauptmanns Friedrch-Wilhelm Vogel rückten die Hesperinghäuser Schützen in die Halle ein. Als Gäste begrüßt wurde dabei auch die Schützenbruderschaft St. Magnus aus Marsberg, die mit dem Königspaar Norbert und Silke Schröder kamen und dem Vizekönig Jochen Schröder. Vorsitzender Lamotte nutzte die Gelegenheit, um dem Spielmannszug Westheim für die musikalische Begleitung des Heimatfestes in Hesperinghausen zu danken. Seit 60 Jahren wird die Kapelle in Hesperinghausen verpflichtet: „Diszi-
pliniert, freundlich und zuverlässig“, lobte Lamotte. Dafür überreichte er Hubert Schulze vom Spielmannszug Blau-Weiß eine Ehrenurkunde. Der Vorsitzende hieß zum ersten Mal beim Hesperinghäuser Schützenfest Pfarrerin Silke Kohlwes willkommen, die vor dem Kommers das Totengedenken gestaltete und den gestrigen Gottesdienst hielt. Schließlich hieß er auch den neuen Bürgermeister Elmar Schröder zum ersten Mal beim Schützenfest willkommen: „Das Vertrauen der Wähler aus Hesperinghausen hat er sich bereits erworben, nun hat er drei Tage Zeit, das Vertrauen der Schützen zu bekommen“, merkte Lamotte scherzhaft an. Schwer dürfte das für den Rathauschef nicht sein, ist er doch seit längerer Zeit Schützenbruder in Neudorf. Königsschießen Der gestrige Festzug wurde musikalisch unterstützt vom Musikverein Essentho, dem Tambourcorps Essentho, dem Spielmannszug Blau-Weiß Westheim sowie den Original-Straßenmusikanten. Im Umzug marschierten auch die Schützenbrüder aus Helmighausen und die befreundeten Schützen aus Brenken bei Büren mit.Heute entscheidet sich, wer die Nachfolge des amtierenden Königspaares Björn und Katharina Stuhldreier, von Vizekönig René Stuhldreier und dem Kinderkönigspaar Elia Brücher und Mara Cremers antritt. Mit der Armbrust rücken die Erwachsenen dem Vogel zu Leibe, während die Kinder mit der Keule werfen.

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