Schild für den Vogellehrpfad gestiftet

Feldlerche wird in Helsen als bedrohte Vogelart vorgestellt

Dem Vogel des Jahres 2019, der Feldlerche, zu Ehren stifteten Irene Voget-Schmiz und Peter Mitschulat (2. von rechts) eine Tafel auf dem Vogellehrpfad an der B 252 bei Helsen. Dieter Wendland übernahm zum letzten Mal die Organisation, Daniel Schaffner (2. von links) übernimmt die Betreuung. Links Ortsvorsteher Karsten Meyer. Foto: Armin Hass

Bad Arolsen-Helsen – Die Feldlerche ist vom Naturschutzbund NABU zum Vogel des Jahres ausgewählt worden. Ihm  ist auf dem Helser Pfad der Jahresvögel das neueste Schild gewidmet.

Gestiftet haben es Irene Voget-Schmiz und Peter Mitschulat. Zur feierliche Übergabe lud der Ortsbeirat Helsen ein. 

Seltener geworden

Und im Nieselregen gab der Beauftragte für den Lehrpfad, Dieter Wendland, Erläuterungen zu dem früheren „Allerweltsvogel“, der in der Höhe über den Feldern trällerte und zwitscherte, um eigentlich von seinem Nest abzulenken.

Durch die Veränderungen in der Landschaft sei das Vorkommen den Zählungen zufolge seit 1980 um die Hälfte reduziert, berichtete Wendland. Als einen Grund machte er eine intensivierte Landwirtschaft aus.

Landwirte nicht diffamieren

Dabei ließen sich durch 20 Quadratmeter große „Lerchenfenster“ Ackerflächen gut für das Brutgeschäft herrichten, sagte Wendland. Diese Flächen sollten nicht gepflügt und dafür der Natur überlassen werden. 

Ortslandwirt Albert Neumann wollte bei der Übergabe des Hinweisschildes auf dem Helser Jahresvogel-Pfad die Begründung für den Rückgang der Feldlerchen-Population nicht so stehen lassen. 

Bautätigkeit verdrängt Vogelart

Er selbst hatte 1998 für den Pfad für die bereits zum Jahresvogel erklärte Feldlerche eine Hinweistafel gestiftet und erklärte bei der jüngsten Feier, die Landwirtschaft dürfe „nicht diffamiert“ werden.

 Für den Rückgang der Art seien auch Straßen- und Siedlungsbau verantwortlich. "Wir Bauern leben von und mit der Natur", betonte er. Zudem berichtete er von 30 Brutpaaren in der Helser Gemarkung. 

Engagement für Lehrpfad

Neumann räumte ein, dass Maisfelder nicht gut für die Feldlerche seien. Er selbst werde in diesem Jahr Blühfelder anlegen. Insekten, die für das Bestäuben von Pflanzen wichtig seien, gebe es sehr wohl. 

Der Feldlerche ist das neues Schild auf dem Vogellehrpfad Helsen gewidmet.

Für Wendland war es das 32. und letzte Mal, dass er die Spende und das Aufstellen einer Hinweistafel für einen Jahresvogel organisiert hatte. Er wird wegziehen, will aber Helsen weiter verbunden bleiben. Daniel Schaffner stellte er als Nachfolger für die Betreuung des Jahresvogel-Lehrpfads vor.

Unterstützung zugesagt

Ortsvorsteher Karsten Meyer dankte Wendland für seinen jahrelangen Einsatz und überreichte ihm Präsente. Bürgermeister Jürgen van der Horst, der zusammen mit Stadtrat Jürgen Iske zur Übergabe kam, sagte Unterstützung für den Aufbau eines neuen Hinweisschildes am Ortsrand zu. 

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