Tempomessgeräte sollen zur Verkehrsregulierung an B 252 beitragen

Feste "Blitzer" in Ortsdurchfahrt Twiste

Twistetal - Die ersten stationären „Blitzgeräte“ sind an der Bundesstraße 252 in Twiste aufgestellt worden, Berndorf und Rhoden folgen.

Twistetal. Die ersten beiden Tempomessgeräte wurden gegenüber der Bäckerei aufgestellt und in der Nähe der Bushaltestelle, die von Korbach aus angefahren wird. In der kommenden Woche soll in Berndorf ein Gerät in der Nähe des Fußgängerüberwegs aufgestellt werden, das beide Fahrbahnseiten erfassen kann. Wann die Geräte „scharfgestellt“ sind, steht noch nicht genau fest, wie Bürgermeister Stefan Dittmann gestern auf Anfrage der WLZ erklärte. Er betonte, dass die vor zwei Jahren von der Gemeindevertretung einmütig beschlossene Installation der stationären Radarmessanlagen der Verkehrsregulierung dienen soll und nicht, um die Autofahrer abzukassieren. Das Genehmigungsverfahren habe sich über zwei Jahre hinweggezogen, weil die Verkehrsbehörde beim Kreis und die Polizei eingehend geprüft hätten, wo etwa Fußgänger, besonders Kinder, gefährdet seien. Dazu seien auch Gutachten erstellt worden. Die Verkehrsfachleute haben sich auf die Standorte in der Nähe der Bushaltestellen und der Fußgängerampel in der Ortsmitte geeignet. Hier seien die neuralgischen Punkte an der Bundesstraße 252. Die Gemeindegremien von Twistetal haben die Aufstellung im Rahmen des Ordnungsbehördenbezirkes mit den nordwaldeckischen Kommunen beschlossen. Die Auswertung wird von Mitarbeitern der Stadt Bad Arolsen vorgenommen, dafür zahlt die Gemeinde Twistetal nach einem bestimmten Schlüssel. Die Investition, die Wartung und Modernisierung der Anlagen ist Sache der Firma German Radar, wie Dittmann weiter erklärt. Das Unternehmen bekomme einen Anteil von den Bußgeldern zur Finanzierung der Anlagen, deren Preise „deutlich im sechsstelligen Bereich“ lägen. Das Unternehmen sei daher auch daran interessiert, das die Messgeräte an neuralgischen Punkten aufgestellt würden, an denen häufig schneller als erlaubt gefahren werde - und geblitzt wird. Weiter mobil messen Die Messanlage in Twiste, die über Leuchtdiode den Autofahrern gegenüber der Bäckerei seit Jahren mit einem roten „Langsamer“ oder einem grünen „Danke“ signalisiert, dass sie zu schnell oder im erlaubten Tempobereich unterwegs sind, wird abgebaut und an verschiedenen Stellen in Twistetal aufgestellt - dort, wo Beschwerden über Geschwindigkeitsübertretungen geäußert werden. Das Gerät misst nicht nur die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge, die Daten werden auch gespeichert - ohne Kennzeichen allerdings. Die bisherigen Messungen ergaben, dass insbesondere abends und nachts schneller gefahren werde. So sind nach Auskunft von Dittmann bereits über 90 Kilometer pro Stunde ermittelt worden.Durch die stationären Messstellen bekommen die Mitarbeiter der Gemeinde mehr Spielraum für den Einsatz mobiler Geräte in den übrigen Ortsteilen, wie der Rathauschef erklärt. Das schließe nicht aus, dass sie zusätzlich zu den fest installierten Geräten auch in Twiste und Berndorf kontrollierten. (ah)

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