Bad Arolsen/Gießen

Festnahme nach Rezeptbetrug

- Gießen/Bad Arolsen. Die Kripo Gießen hat am Dienstag in der Gießener Innenstadt drei Männer wegen versuchten Betrugs mit gefälschten Rezepten festgenommen und damit wahrscheinlich einen Schaden in Höhe von etwa 100 000 Euro verhindert. Gegen die polizeibekannten Festgenommenen, einen 38 Jährigen aus Fernwald, einen 33 Jährigen aus Bad Emstal und einen 31 Jährigen aus Bad Arolsen lagen keine ausreichenden Haftgründe vor.

Am Dienstagvormittag erhielt die Polizei aus einer Apotheke den Hinweis, dass es noch im Laufe des Tages möglicherweise zur Einlösung eines gefälschten Rezeptes für Medikamente im Wert von 9000 Euro kommen könnte. Tatsächlich nahmen Zivilfahnder um kurz nach 14 Uhr einen 38-jährigen Mann fest. Der in Fernwald wohnende Mann hatte versucht, mit einem offensichtlich gefälschten Rezept Präparate für an HIV oder Hepatitis erkrankte Menschen zu erlangen. Der Wert dieser Medizin betrug fast 9000 Euro. Während der Observation bemerkte die Kripo einen VW Passat mit auswärtigem Kennzeichen. Das sehr auffällige Verhalten der beiden Insassen, sie parkten in unmittelbarer Nähe der Apotheke und beobachteten diese ständig, veranlasste die Fahnder, den Wagen und die Männer unmittelbar nach der Festnahme des Fernwalders zu kontrollieren. Die Durchsuchung des Autos führte zur Sicherstellung von 12 weiteren, gleichen, gefälschten Rezepten. Im Auto fanden die Ermittler zusätzlich einen Zettel, auf dem die Namen und Anschriften diverser Apotheken zwischen Gießen und Marburg standen. Die Festnahme von Fahrer und Beifahrer folgte. Die Kripo geht derzeit davon aus, dass die Männer vorhatten, noch am gleichen Tag alle Rezepte in diesen Apotheken einzulösen. Das hätte zu einem Schaden von etwa 100 000 Euro geführt. Die Festgenommenen äußerten sich bislang nur sehr zurückhaltend. Insbesondere schweigen sie zur beabsichtigten Verwendung der Medikamente. Es besteht der Verdacht, dass die Männer bundesweit agierten. Die Ermittlungen dauern an.

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