Humorvolle Premiere in der  Mengeringhäuser Stadthalle

Feuerzangenbowle gefällig? - Dann auf ins Statt-Theater nach Mengeringhausen

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Die Alkoholische Gärung im Selbstversuch: Im Mittelpunkt steht Hans Pfeiffer mit Eff alias Florian Geng. hier mit Lehrer Schnauz alias Karl-Heinz Röhle (links).

Bad Arolsen-Mengeringhauen. Von der alkoholischen Gärung bis zur Dampfmaschin´: die „Feuerzangenbowle“ macht auch auf der Bühne Spaß. Den Klassiker von Heinrich Spörl führt das Statt-Theater noch elfmal in der Stadthalle auf.

Dabei sind durchaus Überraschungen drin, wie die weitgehend ausverkaufte Premierenvorstellung bewies. Das Regieteam Benno Hess und Thomas Förster hat Wert drauf gelegt, die Urfassung der Komödie auf die Bühne zu bringen. Noch bevor die berühmte Verfilmung mit Heinz Rühmann gedreht wurde, haben die „Schöler“ nämlich schon ihre Streiche gespielt.

Doch keine Sorge: Filmfans können manchen Dialog mitsprechen, wenn Professor Schnautz („Se sollen sech setzen“), der gestrenge Zeus und der tiefenentspannte Bömmel mit seinen Ringelsocken hinters Katheder tritt. Die schöne Eva ist nun Referendarin, was sie nicht daran hindert, mit dem neuen Schüler Hans anzubändeln.

Der inkognito auftretende Star-Schriftsteller bekommt sogleich den Rat, sich einen Beruf zu suchen, bei dem er nicht so viel schreiben müsse. Statt leiernd aus dem Reclam-Heft zu lesen, bietet der harte Schülerkern das Opern-Libretto in einer spontanen Theateraktion dar.

Überhaupt sind die Gymnasiasten weniger brav als im Film, zechen kräftig in Pfeiffers Bude und pfeifen auf den Unterricht. Auch Klassenprimus Luck, der trotz gelungenem Streich und diversen „Schlocken“ Heidelbeerwein einfach nicht sein Streber-Image loswird, kommt verstärkt zu Wort.

Und zur Feuerzangenbowle versammeln die hohen Herren um Dr. Johannes Pfeiffer sich mitten im Publikum, um zu erörtern, warum die alten Pauker eigentlich solche Originale sind. Wer stilecht mitreden will, kann sich ein Glas Bowle im Theatercafé genehmigen und sich auf drei Stunden köstliche Unterhaltung freuen.

Die nächsten Aufführungen sind am Freitag und Samstag, 8., 9., 15. und 16. Februar sowie am Sonntag, 24. Februar. Weiter geht's im März. Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt sieben Euro.

(Von Sandra Simshäuser)

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