Film der Antworten

Ungewöhnliches Filmprojekt läuft täglich bis zum 10. Juni in der Bad Arolser Schlosskapelle

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Was ist der Sinn des Lebens? – Filminstallation von Thomas Henke in der Bad Arolser Schlosskapelle: Als Expertinnen sprechen Nonnen über vier Stunden über existenzielle Fragen. Der Film wird täglich wiederholt und kann daher in mehreren Etappen angeschaut werden.

Bad Arolsen. Wo kommen wir her? – Was ist der Sinn des Lebens? – Mit existenziellen Fragen wie diesen beschäftigt sich eine Videoinstallation in der Schlosskapelle, die noch bis zum 10. Juni täglich bei freiem Eintritt von 17 bis 21 Uhr in einer Dauerschleife zu sehen ist.

Wem die vier Stunden voll tiefschürfender Monologe zu anstrengend sind, der kann die inhaltsreichen Gedanken auch häppchenweise, über mehrere Tage verteilt, auf sich wirken lassen. 

Bei der feierlichen Vernissage der Installation im Steinernen Saal des Residenzschlosses würdigte der katholische Pfarrer Peter Heuel das Werk des aus Korbach stammenden und in Bad Arolsen wohnenden Videokünstlers Thomas Henke. 

Dieser habe sich zwischen 2004 und 2009 intensiv mit zwölf Benediktinerinnen des Klosters Mariendonk bei Grefrath unterhalten und aus 120 Stunden Filmmaterial vier tiefgründige Stunden voller existenzieller Gedanken zusammengestellt.

Der Film gebe Antworten auf Fragen, die sich irgendwann im Leben jeder stelle und die von jedem beantwortet werden müssten.

 Der Erzbistum Paderborn fördere das Projekt, das Kunst, Kultur und Theologie auf ungewöhnliche Weise verbinde. 

Bürgermeister Jürgen van der Horst dankte der fürstlichen Familie für ihre Unterstützung bei der täglichen Präsentation in der Schlosskapelle und kommentierte: „Ich bin gespannt, was man mit so einem Projekt bewegen kann.“

 Den bisherigen Lebens- und Schaffensweg des engagierten Videokünstlers Thomas Henke zeichnete Museumsleiter Dr. Birgit Kümmel nach. 

Der Absolvent der Alten Landesschule in Korbach studierte freie Kunst in Münster, Medien, Kunst und Film in Karlsruhe und fand im Film sein bevorzugtes Ausdrucksmedium. Henke habe sich auf die Selbstbeschreibung von Menschen in ungewöhnlichen Lebenslagen spezialisiert.

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