ZDF-Team zu Gast beim Hospizdienst

Filmabend in Bad Arolsen zeigt Wege der Sterbebegleitung auf

„Ich sterbe, wie ich will“ hieß der Filmbeitrag, zu dem der ökumenische Hospizdienst ins BAC-Theater eingeladen hatte. Von links: der Autor und Filmemacher Yves Schurzmann, die hauptamtliche Koordinatorin des Hospizdienstes, Corinna Schwolow, ZDF-Redakteurin Brigitte Klos und WDS-Vorsteher Pfarrer Oswald Beuthert. Foto: Sandra Simshäuser

Bad Arolsen – Wie bringt man die Botschaft zu den Menschen, dass der Tod zum Leben gehört? Der ökumenische Hospizdienst Bad Arolsen setzte die Idee des Leitungskreises um, zu einem besonderen Filmabend ins BAC-Theater einzuladen.

Man habe eine breitere Öffentlichkeit erreichen wollen, um das Thema Sterben stärker in die Gesellschaft zu bringen, erklärten Corinna Schwolow, hauptamtliche Koordinatorin des Hospizdienstes, und Pfarrer Oswald Beuthert, Vorsteher des Waldeckischen Diakonissenhauses Sophienheim als einem der Träger des Hospizdienstes.

So groß war das Interesse

Mit mehr als 80 Besuchern, die den Großteil des Theatersaals besetzten, hatten die Veranstalter angesichts der sensiblen Thematik dennoch kaum gerechnet. Gezeigt wurde die Doku „Ich sterbe, wie ich will“ aus dem ZDF-Format „37 Grad“. 

Über mehrere Monate hatte ein Filmteam drei schwerkranke Menschen begleitet, die nicht mehr lange zu leben hatten. Der Film hat alle Gefühle gezeigt, die wir bei der Sterbebegleitung tagtäglich erleben: Hoffnung, Verzweiflung, Traurigkeit und Lebensfreunde, stellte Corinna Schwolow im Anschluss fest.

Gedanken der Filmemacher

Wie die Dreharbeiten abliefen und welche Gedanken die Filmemacher persönlich mit dem Thema verbinden, das klärten ZDF-Redakteurin Brigitte Klos und Autor Yves Schurzmann im Gespräch mit den Zuschauern. Ihre Erkenntnis: so individuell, wie jeder lebe, sei auch das Sterben. Jeder müsse seine eigene Entscheidung treffen, und diesen Weg gelte es zu respektieren, so Klos und Schurzmann.

 Eine Diskussion, bei der auch die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Sterbehilfe angesprochen wurde, schloss sich an. (Von Sandra Simshäuser)

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